GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon Winni am Fr 15. Jan 2010, 22:28

Die Registrierten sind doch alle nur Gäste im Gästeforum :denk:
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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon chemiefloh am Sa 16. Jan 2010, 01:10

Analog zum Amstel Gold werde ich per Rad anreisen und die zweite Hällfte mitfahren. :dudu: Oder kann man das auch in zwei Etaappen teilen? :gruebel:
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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon Charlie am Mo 17. Mai 2010, 13:38

wie sieht es aus??

machen wir das nun?
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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon crishi am Mo 17. Mai 2010, 18:42

Charlie hat geschrieben:wie sieht es aus??

machen wir das nun?



Ich bin hell auf begeistert was für ein Streckenprofil :anbetung: . Wenn man einen gemeinsamen Termin findet-bin ich dabei.
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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon Donishäusle am Do 26. Aug 2010, 18:23

Charlie hat geschrieben:wie sieht es aus??

machen wir das nun?


Sorry, das kommt sicher zu spät zum Mitmachen, aber da bereits hier in Freiburg die Terminfindung nicht ganz einfach war hatten wir uns letztlich erst nach einigem Hin und Her, auf den 29sten August geeinigt. Da das Wetter ganz gut sein soll, werden also ich und 2-4 Kollegen (manche nur Abschnittsweise) diese:

http://www.bikemap.net/route/670492

Runde in Angriff nehmen. Sie ist ein wenig anders als zunächst geplant, Freiburg als Start und Zielort, und am Anfang den SChauinsland von Freiburg (wie beim "König") sonst aber gleich.
Ich kann ja berichten, wie sich das fahren lies und ob ich das zur Nachahmung im nächsten Jahr empfehlen kann...;-)

Grüssle aus dem Schwarzwald.

Wilfried



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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon Charlie am Do 26. Aug 2010, 19:45

viel spaß, bin am WE anderweitig verplant
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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon Donishäusle am Mo 30. Aug 2010, 12:08

Charlie hat geschrieben:viel spaß, bin am WE anderweitig verplant


Also, Strecke ist getestet und für gut befunden. Sehr lang sehr schwer, aber sicher die Mühen wert. Eigentlich wäre nur der einsetzende Regen am Kandel mit der entsprechend kalten Abfahrt nicht notwendig gewesen. Ein paar logistische Änderungen wären auch noch gut, dann kann man das als entsprechende Tour (mit gelegentlichen Variationen) etablieren...;-)
Ein längerer Bericht folgt!

Gruss,

Wilfried
Donishäusle
 

Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon Gast am Mo 27. Sep 2010, 23:00

Donishäusle hat geschrieben:Ein längerer Bericht folgt!


Hat gedauert, aber gut Ding und so.....

Ich schulde ja noch einen kleinen Bericht, wie wir unsere Schwarzwaldrunde hinter uns gebracht haben.
Angefangen hat die Geschichte eigentlich letztes Jahr, als ich nämlich einen unsere neuen Kollegen, der aus Berlin zu uns kam und der bis dahin nicht regelmäßig Sport getrieben hatte, den Blutdruck maß. 160/100: für einen 28jährigen eindeutig zu hoch. Ich hab Ihn dann zum Rennradfahren, verdonnert, weil ihm das gelegentlich schon Spaß gemacht hatte.
Halbe Sachen macht er nicht, also ist er 2Wochen nach dem Radkauf schon mal 2500hm und 100km durch den Schwarzwald gefahren. „Kannst Du mir mal eine 4000hm Runde planen?“ fragte er mich weitere 2Wochen später?
Hmm, kein Problem ;-)
Nachdem auch diese Runde erfolgreich absolviert war (langsam wurde es mir schon unheimlich), musste natürlich was Neues her. Da zu dem Zeitpunkt schon klar war, dass der GP Schwarwald-Marathon nicht mehr stattfinden würde, lag nahe, etwas Vergleichbares zu planen. 240km und 6000hm lassen schon mal etwas Spielraum und nach einigem Überlegen stand Freiburg als Startort und ein paar Fixsterne des südschwarzwälder Radhimmels (Schauinsland+Belchen+Kandel) fest, was ich mit persönlichen Lieblingsstrecken auffüllte. Das Ganze sah dann am Ende so aus:

http://www.bikemap.net/route/680144#lat=47.79286&lng=7.96234&zoom=9&type=2

und war damit doch recht furchterregend, da ja der Kandel als ultimativer Scharfrichter erst gegen Ende auf dem Plan stand. Als Termin hatten wir uns nach einigem Gezerre den 29sten August ausgesucht (das parallel der Ötzi stattfand ist mir übrigens erst hinterher aufgefallen), um wenigstens noch etwas Tageslicht übrigzuhaben. Ziel war auch von Anfang an die Strecke einfach nur zu schaffen, ohne irgendwelche Geschwindigkeitsrekorde im Blick zu haben, aber etwa 21km/h mussten es ja schon sein um einigermaßen im Hellen anzukommen.
Start für die kleine Schar meiner Kollegen, die teilweise auch nur eine Teilstrecke geplant hatten, war dann auch um 6:30 an der Johanniskirche. Im Gepäck jede Menge Riegel und Klamotten, da die Temperaturen ja doch sehr frisch gemeldet waren (Höchsttemperatur auf dem Belchen 7 Grad), am Rad zwei volle Flaschen, da fuhr es sich schon deutlich beschwerlicher als beim Bergzeitfahren.
Erster Richtpunkt waren 7:45 bis auf den Schauinsland, was wir tatsächlich ziemlich genau erreichten. Das Tempo war dabei wirklich entspannt (rückblickend betrachtet etwas zu langsam) und so wurde die Fahrt im kühlen aber trockenen Wetter mit einer Gipfelpause in nahezu völliger Stille auf dem Schauinsland belohnt. Ein Vergnügen, das man ja sonst selten hat. Damit es nicht allzu gemütlich wurde sorgte die Stohren-Abfahrt aber gleich für den nötigen Hallo-Wach-Effekt und der angenehme Anstieg Richtung Neuhof konnte erstmals in den wärmenden Strahlen der Sonne bewältigt werden. Nun gings zum ersten Mal in für mich unbekanntes Terrain, das kleine Wiesental war ich tatsächlich noch nie runtergefahren. Darum kam der kleine Anstieg Richtung Wembach eher unerwartet. Aber der schöne Rollerberg stellte ohnehin kein großes Problem dar, und so war man mit den Gedanken schon bald in der Anfahrt zum nächsten Schwarzwaldriesen, dem Belchen. Hier galt es dann schon ordentlich zu kurbeln und Alex, ein Amerikaner auf Forschungsaustausch, kam mit seinem bildschönen Lemond-Titan-Carbon-Rad langsam an die Grenzen. Er hatte ohnehin geplant nur eine Teilstrecke zu fahren, und der Schwarzwald ist offensichtlich noch ein bissel schwerer als die Rockies…;-) Immerhin erlebte er die fantastischen letzten Kilometer zum Belchen, die man ohne jedes Auto und spektakulären Aussichten immer wieder nur genießen kann.
Eine kurze Rast mit Suppe im Belchenhaus sorgte für steigende Stimmung, die aber kurz darauf bei der Aussicht auf eine Abfahrt bei 5Grad und tiefhängenden Wolkenschwaden doch etwas getrübt wurde. Den kurzen Anstieg Richtung Wiedener Eck hatten wir schnell weggedrückt und so ging es in flotter Fahrt und bei mittlerweile doch angenehmen Temperaturen Richtung Todtnau. Hier kam die einzige Strecke, für die mir keine befriedigende Lösung eingefallen war. Die Feldberg-Autobahn mag ich nicht wirklich und der Anstieg Richtung Notschrei ist auch stark befahren. Andererseits sollte der Rinken auf keinen Fall fehlen, und schließlich wollten wir ja noch irgendwie zum krönenden Kandelabschluss kommen. Dank Rückenwind lief der Anstieg aber sehr gut, und wir konnten uns sogar noch eine kleine Stärkung bei der Loipenhütte gönnen, was mit Blick auf den nun drohenden Rinken auch mehr als nötig war. Immerhin, unsere grobe Marschtabelle war bislang noch erfüllt, ohne dass wir uns kaputt gefahren hätten. So weit, so gut. Der Rinken hielt dann allerdings was ich mir von im „versprochen“ hatte nämlich der Härteste aller Anstiege zu sein. Jeder suchte auf dem schönen, aber doch ruppigen Anstieg im Wald mehr oder weniger einsam ein erträgliches Tempo auf dem rauen Asphalt, der auf den letzten 800m auch noch einem geschotterten Waldweg weicht. Ziemlich ausgepumpt kamen alle oben an, und die nächste Ladung Gels und Riegel musste dran glauben.
Julian und Benjamin hatten nach den ersten 126km und 3800hm mit der Aussicht auf die restlichen Berge beschlossen die Strecke etwas abzukürzen und direkt zur Hexenlochmühle zu fahren, wo wir noch einen anderen Kollegen treffen wollten. Mirko, dem es wir mir bislang wie mir sehr gut ging, machte aber keine Anstalten von der geplanten Strecke abzuweichen und so kurvten wir zu zweit auf wenig befahrenen und wunderschönen Landsträßchen zwischen Hinterzarten-Fürsatzhöhe-Bruckbach und Thurner umher, wobei der Anstieg von Bruckbach Richtung Thurner noch ein paar sehr sauer verdiente Höhenmeter zu vergeben hatte.
Weiter gings über Waldau, am Behashof vorbei, wieder durch ein kleines Seitental Richtung Kalte Herberge, wo mit Philipp der erste unserer netten Supportfahrer auf uns wartete, der immerhin auch schon 90km von Freudenstadt bis dahin gekommen war. Jochen, der über St.Märgen gekommen war, war uns doch schon entgegengekommen und so gings zusammen durch das abgelegene Wolfsloch in Richtung des wildromantischen Wildgutachtals, wo uns vor dem Hexenloch eine neu geteerte, aber leider noch sandige Strasse in unserem Elan etwas bremste. Am Hexenloch trafen wir schließlich wieder auf Julian und Benjamin, die dort schon seit 45min auf uns warteten, da unsere Hinterwäldlerschleifen doch ordentlich Zeit gekostet hatten. So langsam drängte zwar die Zeit, aber eine kurze Rast vor den letzten 80km musste noch sein, wenn wir irgendwie ins Ziel kommen wollten. Wenigstens lief es mit Unterstützung von Jochen und Philipp mehr als ordentlich durch das Wildgutachtal, für dessen geheimnisvollen Zauber ich aber heute nicht so recht Aufmerksamkeit entwickeln konnte. Um 17:15 waren wir nach flotter Fahrt durch das Simonswälder Tal in Gutach und damit noch ziemlich genau in unserer Marschtabelle.
Für Mirko und mich hieß es nun zusammen mit Jochen vor dem Kandel noch eine Runde durch das Freiamt einzuschließen, was eigentlich gar nicht so furchterregend erschien, wären da nicht die immer dunkler werdenden Wolken gewesen, aus denen es auch bereits leicht zu Tröpfeln anfing. Julian und Benjamin waren zusammen mit Philipp ohne Umwege auf den letzten Berg gestartet. Die Auffahrt zum Schillinger Berg, sonst einer der härtesten Anstiege die ich kenne, war interessanterweise gar nicht so schlimm, man muss ja bedenken, dass wir immer so langsam wie möglich unterwegs waren. Übel waren aber die Abfahrten auf den regennassen und leicht schmierigen Strassen. Da der Anstieg über den Lindenbühl mit seinen gefühlten 25% zum Abschluss, gleich noch zu einem ordentlichen Oberschenkelmörder avancierte, kamen wir am Fuß des Kandel um18:45 schon eindeutig zu spät an. Der Regen war nun auch in ein konstantes Nieseln übergegangen, so dass einem für die Kandelbefahrung, doch hätte mulmig werden können. Allerdings ist es interessant was man in solchen Situationen für Motivationsschübe erleben, kann. Nach 200km und mehr als 5000hm würden wir jetzt nicht wegen ein paar Regentropfen, die Tour abbrechen, da brauchte es nicht viele Worte. Mirko ging es genau wir mir auch noch recht gut, und so kurbelten wir, jeder in dem für Ihn angenehmsten Tempo Richtung Gipfel, der sich schon ziemlich Wolkenverhangen zeigte. Die Auffahrt ging erstaunlich gut, und mich packte im Steilstück schon fast der Übermut. Als es auf den letzten 3km jedoch immer kälter und windiger wurde, konnte ich geradezu fühlen, wir mir die Lebensgeister ausgesogen wurden. Auf der letzten Rille kam ich oben an und verzog ich mich schnurstracks in den Windschatten des Gipfelhotels, dass zu meinem Leidwesen gerade geschlossen hatte. So blieb nicht viel mehr als der gefühlt 500ste Riegel, ein Gel und alles anzuziehen, was sich noch irgendwo finden lies. Bei 5Grad im Dauerregen auch bitternötig. Jochen erging es noch schlimmer, da er nur eine dünne Regenjacke dabeihatte. Er hätte ich wohl auch nicht vorgestellt einmal in der einbrechenden Dämmerung sämtliche Abfallbehälter auf dem Kandel auf der Suche nach einer Zeitung zu durchsuchen. Es half alles nix, jetzt mussten wir runter.
Alles andere als elegant und schwungvoll und auch die letzte ursprünglich geplante Schleife über die Neuwelthöfe wurde kommentarlos gestrichen. Wenigstens ließen Mirko und Ich uns nicht nehmen die 6000hm mit der Variante über St.Peter vollzumachen. Nachdem kurz vor Stegen auch noch die letzte Gefahr in Gestalt eines überholend-entgegenkommenden Autos durch einen spontanen Ausritt in die Wiese gebannt werden konnte, waren die letzten Km durch das Dreisamtal auch bald geschafft. Mittlerweile war es Dunkel und wir komplett eingefroren. Wir waren angekommen, aber die ersten Gedanken galten ehrlich gesagt doch einer heißen Badewanne…..
An dem Abend wäre ich fast im Sitzen eingeschlafen und es ging mir auch nicht wirklich gut. Hunger hatte ich keinen, so dass am Ende nur noch der Weg ins Bett blieb. Am nächsten Tag fühlte ich mich aber schon wieder erstaunlich gut. Die Beine waren etwas fest, aber der Weg ins Büro doch ziemlich entspannt.
Mirko war auch schon da. „Und, wie gehts? Was sagen die Beine?“ fragte ich. „Gut!“, kam die knappe Antwort. „Was fahren wir nächstes Jahr?“


Fazit: wunderschöne Strecke, und ohne den Regen zum Ende wäre es eine wundervolle Erfahrung gewesen. Nun kamen noch ein paar dramatische Akzente hinzu, aber im Rückblick ist das natürlich umso besser….;-)
Nächstes Jahr wieder, vermutlich etwas früher im Jahr und mit etwas anderer Strecke, es gibt ja noch viele schöne Anstiege, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Gast
 

Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon peso am Di 28. Sep 2010, 16:08

Ich mag den Feldberg auch nicht. :D

6000 Hm? Mein "Rekord" liegt bei knapp über 5000. Donis, daran müssen wir arbeiten. Vielleicht schon nächstes Jahr...?

Schöner Bericht. Für so bekloppt (wie wir es manchmal sind) hatte ich dich gar nicht gehalten. :)
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"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)

"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
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Re: GP SChwarzwald 2010, Sonderedition

Beitragvon Floeri am Di 28. Sep 2010, 20:48

floeri hat geschrieben:Ich mag den Feldbergauch nicht. :D :ohnmacht:


Sehr schöner Bericht. den Schwarzwald werde ich demnächst gerne wieder besiegen :cool: , Donis :daumen:
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