15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon vantage84 am Mo 14. Mai 2012, 07:18

Das hat sich ja mal gelohnt. Herzlichen Glückwunsch (du machst mir Angst)! Wie immer spannend geschrieben.
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon SchmidtsKatze am Mo 14. Mai 2012, 08:11

immer wieder aufs Neue :anbetung: Bravo!
ich habe ein Motivationsproblem - bis ich ein Zeitproblem habe...
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon zoro am Mo 14. Mai 2012, 08:24

Fein gemacht!
Viele Grüße

René
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon sippe am Mo 14. Mai 2012, 11:33

Super gemacht! :hut:
"will halt auch dabeigewesen sein"-Fahrer :-D
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon OneZero am Mo 14. Mai 2012, 12:27

:hut:
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon vantage84 am Mo 29. Apr 2013, 10:35

Dieses Jahr konnte ich endlich auch mal fahren. Eigentlich hab ich keine starke Besetzung erwartet, gleichzeitig U23 BL in Cadolzburg und einige andere Lizenzrennen in Deutschland + GCC in Göttingen. Doch es waren starke Fahrer dabei. Vor allem KED Stevens, Team Norddeutschland und starke Einzelfahrer wie Mirko Brauns zeigten, dass es kein einfacher Tag wird.
Die erste flache Schleife verlief erwartet ruhig. Michael und ich hielten uns eigentlich ständig in den ersten 20 bis 30 auf, um irgendwelchen Stürzen und Gerangel aus dem Weg zu gehen. Das hat auch ganz gut funktioniert. Kaum mit der Nase im Wind und entspannt ging es in den Harz und damit in den ersten Anstieg "Ziegenkopf". Knapp 8 Minuten mit erträglichen 5 % Steigung sollten das Feld das erste mal in die Länge ziehen. Michael und ich gingen weit vorne hinein. Optimal, aber da stellte sich bei mir ein Problem ein... der am Vortag "optimiert" eingestellte Umwerfer wollte unter Last nicht aufs kleine Blatt schalten. Ständig versuchte ich es wieder und verlor dabei ordentlich an Boden, Michael entschwand mit Kunath fast aus meinen Sichtbereich. Nun gut, also musste es mit dem dicken Blatt hochgehen. Nicht schön, sich so gleich die Beine zu versauen aber was solls. Also arbeitete ich mich langsam wieder im Feld vor und war dann irgendwo bei Position 40 an der Kuppe. Dann ging es auch schon in die schelle Abfahrt. Mein GPS sagt mir maximal 92 km/h... kann hinkommen, evtl. hat aber auch das GPS etwas gesponnen, ist ja Wald dort. Dieses mal schon in der Abfahrt aufs kleine Blatt geschaltet (ohne Last ging es plötzlich) und mit 39-11 in den Anstieg Wendefurth (5 min bei 7 %). Da ich von relativ weit hinten kam, hatte ich ordentlich Schwung und konnte ohne viel Kraft an die Spitze vom Hauptfeld rollen. Ca. 3 bis 4 Leute waren zu dem Zeitpunkt ein paar Sekunden vorne weg und nun versuchten einzelne Fahrer, da vor zu kommen. Es war klar, hier bildet sich gleich eine ernsthafte Gruppe. Also mit Ach und Krach an die Spitzengruppe rangewuchtet und im Laktatrausch noch ein Lexxi Hinterrad gegriffen und es stand eine Gruppe aus ca. 10 Fahrern. In der folgenden Ebene kamen dann von hinten Reus und Kunath mit einigen anderen Fahrern nach. Jetzt war es eine Spitzengruppe von ca. 25 Leuten. Die Führungsarbeit klappte zu dem Zeitpunkt gut. Stetiges Kreiseln machte uns sicher, dass das Hauptfeld nicht mehr rankommt.
Doch dann kam der "Hammer" zum Sophienhof (6,5 min bei 9 %). An Posi 3 liegend rein merkte ich sofort, dass meine Beine dicht machen. Langsam sacken lassen hiess die Devise. Noch war die Spitze nicht ganz weg. Beim Schild "Prämie" haben wir es geschafft. Puh, noch an der Spitze dran. Ich war nur noch aufs Hinterrad fixiert. Doch da... neee zwei Mann vor mir hat ein Fahrer vom Team Norddeutschland reissen lassen, ich habs zu spät gesehen. Ich fahr noch an meinen beiden Vordermännern vorbei, doch das Loch ist schon bei 20 Metern und das Laktat noch in den Beinen. Das wars. Hinter uns alles weggebrochen vor uns die Gruppe weg und wir kommen nicht näher, auch wenn wir es die nächsten 5 km probieren.
Irgendwann liesen wir uns also von den Verfolgern einholen. 10 bis 15 Mann vorne raus und 10 Mann bei uns. Dann lief erstmal nicht viel. Mal mit 400 Watt über die Kuppen, mal geschlossen Beine hoch und RTF. Also zusammen mit Geng von Synergy etwas Zug auf die Kette , dass das Tempo etwas oben blieb, aber optimal ist anders. Die 2 Anstiege ca. 30 km vor Wenigerode konnten wir die Spitze wieder sehen. Dabei zerfiel dann nochmal alles und der Einlauf sah etwas zersplittert aus. Am Ende wars Platz 23 mit ca. 2 Minuten Rückstand auf den Sieger.

Hätte wäre wenn, von der Form her war ich ganz zufrieden. Den Arsch hätte ich bei Sophienhof aber schon nochmal heben müssen, und zwar rechtzeitig.

Aber eine sehr coole Strecke, hat Spaß gemacht.
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon Floeri am Mo 29. Apr 2013, 12:46

Liest auch von allen freien klasse!!!!
Glückwunsch Micha!!!!!
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon mi67 am Mo 29. Apr 2013, 12:59

Bist stark gefahren - und hättest eigentlich den Sprung in die Spitze verdient gehabt. In der Verfolgergruppe ist es immer so ein Ding mit dem Investment in Führungsarbeit: da Du kein Team hattest, lohnt sich ein Opfer ja nur dann, wenn es auch Dir selbst zugute kommt ... das ist dann schnell mal die Quadratur des Kreises.

BTW: ich hatte am Ziegenkopf mit Müh und Not die Spitze halten können, hatte aber kurz vor dem Ende der 2. Steigung in Wendefurth (dort, wo es bereits etwas flacher wird) alle Körner bereits investiert. So wurde ich sehenden Auges und finsterst dunkelgrau ohne eine Chance der Gegenwehr von der Spitze abgekoppelt. Die Hoffnung, dass noch bald weitere Grüppchen folgen würden, zerschlug sich leider. Erst nach ca. 10 km Herumgurkerei lief kurz vor der Abfahrt durch das Beretal eine Gruppe auf. Die zuvor schon erbrachten krampfhaften Versuche, die Spitze zu halten wurden ab dem Sophienhof-Anstieg nun Krampf-haft bestraft. Wiegetritt unmöglich - und das sollte sich bis zum Ziel auch nicht mehr ändern. Mehrere weitere Episoden mit Tunnelblick reihten sich aneinander, besonders nachdem in Königshütte eine von der Spitze abgekoppelte Gruppe wieder in Sicht kam, was einige Fahrer animierte, an den verbleibenden beiden Anstiegen nochmals zu forcieren. Nach der letzten Abfahrt wurde diese Gruppe zwischen Heimigerode und Benzingerode tatsächlich noch gestellt, aber darin war keiner der 5 vorn enteilten top-Senioren. Auch in den verbleibenden flachen Kilometern gelang es mir nicht, die Krämpfe loszuwerden, so dass sich jegliche Ambition nach vorn verbot. Zieleinlauf im Mittelfeld der Gruppe, Platz 10 und tiefe Erschöpfung waren der Lohn nach einem Rennen, in das ich mit höheren Erwartungen und Hoffnungen hineinging.
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon vantage84 am Mo 29. Apr 2013, 13:32

mi67 hat geschrieben: da Du kein Team hattest, lohnt sich ein Opfer ja nur dann, wenn es auch Dir selbst zugute kommt ... das ist dann schnell mal die Quadratur des Kreises.


Für mich war die Sache klar. An die Spitze kommt man kaum noch ran, Platzierung also futsch. Ich kann nun im Feld taktieren, was mir dann auch keine Platzierung mehr sichert, oder setz Trainingsreize durch konsequentes Mitführen. Das war mir dann auch lieber.
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Re: 15. Wernigeröder Radsporttag - 64. Harz-Rundfahrt 2012

Beitragvon cl am Mo 29. Apr 2013, 15:10

Da tun mir nur vom Lesen die Oberschenkel weh... Habt ihr trotz allem gut gemacht!
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