Mein Weg nach Schweden

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Mein Weg nach Schweden

Beitragvon fischi am Mo 24. Mär 2014, 22:48

Es geht hier mal nicht um eine Tour auf zwei Rädern, sondern um Erlebnisse auf zwei schmalen Brettern, aber ich hoffe es finden sich trotzdem interessierte Leser.

Nun war es endlich soweit, ein Langläufer-Traum sollte in Erfüllung gehen. Im Jahr 2014 soll es nach Schweden zum Vasalauf gehen.
Der Anfang musste schon früh gemacht werden. Noch im Winter 2013 wurde für den Lauf im Folgejahr, welches die 90. Auflage sein sollte, gemeldet. Noch bevor der Startschuss für den Vasalauf 2013 gefallen ist, waren bereits alle 15800 Startplätze für das Folgejahr vergeben. Nachdem die Anmeldung erfolgreich war (dank des Kontingents für deutsche Sportler) und später im Frühjahr auch die Reise gebucht war, hieß es nun langsam Gedanken über das Training machen. Denn 90 km sind nun mal kein Pappenstiel und mein Ziel war auch, in einer akzeptablen Zeit von Sälen nach Mora zu kommen und nicht nur das Minimalziel „Durchkommen“ zu erreichen.

So begannen im Spätsommer die ersten Trainingseinheiten auf Skirollern. Zunächst am Störmthaler See, um wieder das Gefühl für die Rollen unter den Füßen zu bekommen und die Berge heil herunterzukommen, bzw. zu sehen, wie der Untergrund beschaffen ist. Anfangs ging es oben auf der Promenade hin und her und auf dem Radweg an der Straße nach Espenhain entlang. Schon nach ein paar Kilometern merkte ich, dass es mit der Armkraft nicht mehr weit her ist. Also mussten zuerst wieder Grundlagen geschaffen und immer schön im Doppelstock geschoben werden, damit der Bewegungsablauf wieder in Fleisch und Blut übergeht und später auch längere Trainingseinheiten möglich wurden.

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Nachdem die wackeligen Beine nach 2-3 Einheiten wieder fester auf den Rollen standen, ging es auch um den Markkleeberger See und die schöne ruhige Strecke auf der Westseite des Störmthaler Sees entlang. So wurden einige herbstliche Wochenenden und Nachmittage nach der Arbeit mit Rollereinheiten verbracht. Damit es nicht zu eintönig wurde, gab es aber auch immer wieder Gelegenheit zum Radfahren. Schließlich musste auch mit Cheforganisator Ralf zusammen der Auewald-MBO organisiert werden und dafür mussten die Postenpositionen gesucht und später die Posten gelegt werden. Während dieser Zeit gab es auch noch eine Pause aufgrund von undefinierbaren Halsschmerzen, aber auch diese gingen vorbei und das Training konnte weiter gehen.

Es wurde Ende November - so langsam sollte nun eigentlich auch Schnee kommen, aber weit und breit war von der weißen Pracht nichts zu sehen. Für Leipzig hat mich das nicht gestört, denn so konnte ich immer noch die Skiroller unterschnallen, was mir sehr gelegen kam. Aber im Gebirge könnte es ja doch langsam mal schneien. Die Tage wurden nun auch kürzer und ich machte schon kurz nach Mittag Feierabend, damit ich im Hellen am Markkleeberger See noch Runden drehen konnte. Das ging auch von Mal zu Mal besser und ich war guten Mutes die 90 km in 3 Monaten in Angriff nehmen zu können. Der erste Wettkampf wurde nun auch schon wegen Schneemangel abgesagt. Am zweiten Advent kam dann doch der Anruf von Papa aus dem Erzgebirge, es sei genug Schnee vorhanden um endlich mit den schmalen Brettern umherrutschen zu können. Also ging es ab ins Gebirge nach Holzhau und da natürlich bis jetzt kaum jemand unterwegs war, hieß es wie früher, die Spur selber zu „trampeln“ um ein paar Runden drehen zu können. Das waren nun die ersten knapp 11 km im Schnee und sollten auch für längere Zeit die letzten gewesen sein.

Weiter ging es also mit den Rollen unter den Füßen, bis mich nach Weihnachten ein derbe Erkältung erwischte. Damit diese möglichst schnell wieder vorbeiging, das Training unterbrechen und alle Hausmittelchen anwenden, die verfügbar sind. Doch so schnell sollte es nicht gehen. Es zog sich noch 2 Wochen hin und eigentlich wollte ich zum „Jizerská 50“ bei unserer tschechischen Nachbarn im Isergebirge wieder fit sein, um mich für eine bessere Startgruppe beim Vasalauf zu qualifizieren. In dem Fall war ich aber nicht traurig, dass auch dieser Lauf wegen Schneemangel abgesagt wurde und wir auf der Suche nach Schnee nur in Harrachov in Höhen ab 800m im westlichen Riesengebirge fündig wurden, um noch eine gemütliche Runde zu drehen. Es hätte ja nun mal so weitergehen können, aber sonst lies der Schnee noch immer auf sich warten und ich bekam auf Arbeit auch prompt die nächsten Viren verabreicht. Also wieder Training zurückschrauben und auf Genesung warten.

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So langsam beunruhigte mich dann doch die Tatsache, dass in unseren Gefilden auch weiterhin kein Schnee fallen wollte, da Anfang Februar der nächste Qualifikationslauf für eine bessere Startgruppe sein sollte. Der König-Ludwig-Lauf in Oberammergau. Wenn man sich die Webcam so anschaute, wurden jedoch die Hoffnungen von Tag zu Tag kleiner und Ratlosigkeit machte sich breit. Aus Startgruppe 10 zu starten macht sicher keinen Spaß, wenn da mehr als 10.000 Leute vor dir sind und du nicht vom Fleck kommst. Was also tun? Fragen wir doch einfach mal bei den Organisatoren in Schweden, ob auch die Ergebnisse vom letzten Jahr vom „Bieg Piastów“ in Polen angerechnet werden. Damals bin ich zwar auch mit wenig Training dort angetreten, aber das Ergebnis war trotzdem recht ansehnlich. Gesagt, getan und die Email war in Richtung Norden verschickt. Leider gab es nie eine Antwort, dafür kam die automatische Mail der Startplatzbestätigung noch einmal ins Postfach geflattert. Siehe da, es hatte etwas gebracht. Das Ergebnis aus Polen hat mich in Startgruppe 3 vorrücken lassen, womit ich mehr als zufrieden war.

Der Startplatz in einer vorderen Welle war nun schon einmal sicher, da musste auch nicht mehr unbedingt der Schnee in Oberammergau fallen. Doch diesmal meinte es Frau Holle gut mit uns und schickte noch einmal 20 cm Schnee ins Graswangtal, so dass wir freitags bei herrlichem Kaiserwetter schon einmal die verkürzte Strecke besichtigen konnten. Nach knapp 2 Wochen Pause also wieder die ersten Trainingskilometer und das auch gleich noch auf Schnee. Am Samstag sollte der 23 km Freistilwettkampf folgen, welcher auch bei herrlichem Wetter gelaufen werden konnte, mich jedoch aufgrund der Pause schon ordentlich an meine Grenzen brachte. So hieß es, am Nachmittag erholen, kurz die Ski für den nächsten Tag präparieren und zeitig ins Bett gehen. Für Sonntag hatte ich mir vorgenommen, alles ruhig angehen zu lassen, damit ich die 46 km auch gut durchhalten kann. Diesmal war es bewölkt, der Schnee war weich, aber wir entschieden uns für normales Hartwachs, weil wir die Ski nicht mit dem klebrigen „Klister“ verkleistern wollten. Dass das keine gute Entscheidung war, sollten wir spätestens auf der zweiten Schleife feststellen. Nun gut, erstmal ran an den Start, noch schnell ein paar Bekannte getroffen und dann ging es los. Zwanzig Meter im Doppelstock geschoben und schon tat sich rechts neben mir, wohl aufgrund eines Sturzes, ein großes Loch auf und ich konnte erst einmal viele Läufer überholen. In dem Tempo ging es ca. 3,5 km bis zum ersten Berg, wo kurzes Anstehen angesagt war. Danach fand ich in mein Tempo, welches ich bis zum Ziel lief. Dort kam ich zwar geschafft vom langsamen Schnee, aber doch nicht so kaputt wie am vorhergegangenen Tag an.

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Mit knapp 100 Schneekilometern ging es wieder in die Heimat, wo zwei Wochen später auch der Kammlauf in Klingenthal/Mühlleithen ausfallen sollte. Dort wäre ich gern noch einmal so eine lange Strecke gelaufen. So konnte ich nur die letzten Schneereste auf Tschechischer Seite im Osterzgebirge zwischen Holzhau und der Talsperre Fláje ausnutzen um noch einmal 37 Schneekilometer zu sammeln. Das waren aber nun die letzten Schneereste. Ich wollte jedoch noch einmal 50 km am Stück gelaufen sein. Blieb also nur in Richtung Fläming zu schauen, wo man schon hier und da mal etwas vom „Fläming-Skate“ gehört hatte. So fuhren wir eine Woche vorm Vasalauf in Richtung Berlin, um den „Rundkurs 6“ mit 48 km Länge unter die Rollen zu nehmen. Damit ich meine 50 km schaffte, wurde kurzerhand der einzige richtige Berg zweimal gelaufen. Danach konnte ich dann auch bergab wieder Kräfte sammeln und die letzten Kilometer im Gegenwind teilweise hinter meinem mobilen Verpflegungspunkt und Windschattenspender bis ins Ziel rollen.

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Am 26.2.2014 ging es nun endlich mit dem Bus aus dem Erzgebirge über Dresden und Berlin nach Kiel. Dort erwartete uns die Fähre zur Überfahrt nach Göteborg. Diese sollte 14 h dauern und wir hatten eine Kabine gebucht, damit man noch etwas entspannen konnte und nicht nur in den Bus gezwängt war. Göteborg empfing uns mit etwas Nebel, aber frühlingshaften Temperaturen. Auch hier war von Winter weit und breit nichts zu sehen und je mehr es nach Norden ging und der Schnee nicht mehr wurde, wurden auch die Bedenken größer, dass überhaupt noch irgendwo Schnee zu finden ist. Dann wurde es endlich weißer, wenn auch nur vereinzelt. So wurde schon gewitzelt, den Vasalauf im Skitunnel von xxx stattfinden zu lassen, welchen wir auf dem Weg nach Norden passierten. Als es dann zunehmend hügeliger wurde und wir an Höhenmetern zulegten, wurde es auch zunehmend weißer und in Höhe des Startes in Sälen, waren ca. 20 cm von der weißen Pracht rechts und links der Straße zu sehen. In unserem Quartier in Stöten an der norwegischen Grenze waren es dann sogar über 50 cm und die meisten von uns sahen in dem Jahr das erste Mal richtigen Winter. Untergebracht in 4er Appartements sollten wir nun die nächsten Tage hier unser Quartier haben.

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Am nächsten Tag ging es nach Sälen zum Startpunkt des Vasalaufs. Die Startnummer wollten wir abholen, aber um 10 war noch alles geschlossen, so dass wir uns doch erstmal zu einem kleinen Training nach Hökberg aufmachten, um die letzten 19 km bis ins Ziel schon einmal abzulaufen. Unterwegs kamen wir an vielen Stellen an der Strecke des Vasalaufs vorbei und sahen die ersten Sportler, welche sich im Staffellauf über die 90 km bemühten.

Angekommen in Hökberg konnten wir nun auch endlich die Ski anschnallen und das Gefühl das Skilaufens genießen. Für Manche waren es sogar die ersten Schneekilometer in diesem Winter. Heute waren auch die Loipen noch gut und die Kraft war auch genügend vorhanden, um die Gegend anzuschauen und gemütlich nach Mora einzulaufen. Noch etwas umgeschaut in Mora warteten wir, bis alle angekommen waren und es ging mit dem Bus wieder nach Sälen, die Startnummern in Empfang zu nehmen.

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Am Samstag war nur lockeres Skilaufen im Skigebiet um das Hotel vorgesehen, was wir ausgiebig nutzen, die Ski und Wachs zu testen. Zum Mittag wurden die mitgebrachten Nudeln verzehrt damit wir für den nächsten Tag gerüstet waren. Danach ging es gemütlich ans Ski wachsen, was sich dann auch bis zum Dunkelwerden hinziehen sollte. Abends gab es dann ein großes Nudelbuffet im Hotel, wo neben uns noch ca. 150 Skisportler aus Norwegen Kraft für die 90 km tankten.

Da der Wecker schon wieder um 3:30 Uhr klingeln sollte, ging es 21 Uhr ins Bett. Wie am nächsten Morgen ausgewertet wurde, konnten die wenigsten richtig gut schlafen, aber Müdigkeit war kaum einem anzusehen - mit der Vorfreude auf den Lauf. Was die Freude etwas trübte, war der über Nacht gefallene Neuschnee, da manche keine Glauben mehr an Ihre gewachsten Ski hatten. Angekommen in Sälen zeigte die Uhr 6:30. Wir prüften noch mal schnell die Schneeverhältnisse und entscheiden uns dafür den Ski so zu lassen. Viele Andere wachsten um oder entscheiden sich für einen anderen Ski, was später aber nicht zu ihrem Vorteil sein sollte. Nun noch schnell die Ski im Startgarten platziert, um im Startblock nicht ganz hinten zu stehen und dann hieß es warten auf den Startschuss um 8 Uhr. Bis dahin wurde der Rucksack mit den Wechselsachen noch abgegeben, damit dieser zum Zielort transportiert werden konnte. Der Kleidersack mit den anderen Sachen konnte direkt im Startgarten an der Seite platziert werden und wurde von den vielen Helfern eingesammelt um ebenfalls zum Ziel transportiert.

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Beim Aufwärmen mit Musik im riesigen Startfeld sah man, wo man auch hinblickte Läufer über Läufer. Die 90 km wollten 15800 Sportler in Angriff nehmen, jedoch sind am Ende „nur“ 14612 gestartet.
Nun war es endlich soweit! Den Startschuss habe ich vermisst, aber pünktlich um 8 Uhr setzte sich das riesige Feld in Bewegung. Aufgrund von Wasserlachen auf dem ersten Kilometer wurde die Strecke schon sehr zeitig verengt, so dass es auch gleich zum ersten Stau kam und nur sehr langsam vorwärts ging. Nach einer Straßenüberquerung ging es in den ersten, steilsten und somit schwersten Berg des Laufes. Ich schwamm einfach nur im Feld mit, da ich noch nicht genau wusste, was auf mich zukommt und verlor dadurch einige Positionen im Vergleich zu den anderen Sportlern unserer Reisegruppe. Im Schneckentempo ging es den Berg hinauf und als es oben auf dem Plateau flacher wurde, konnte ich dann nach ca. 8 km das erste Mal in mein Tempo finden. Dadurch, dass zu diesem Zeitpunkt schon ca. 2500 Leute durchgelaufen waren, sahen auch die Spuren entsprechend aus. Es war ein ziemliches Rumgeeiere und Überholen war kaum möglich, so dass es erstmal kilometerweit in verschiedensten Gruppen wie aufgereiht über Wiesen und durch Wälder ging. So konnten auch vorerst noch ein paar Kräfte gespart werden, denn der Wind blies stellenweise recht kräftig von schräg vorn. Nach 30 km überholte ich unseren „Doktor“, welcher zwar einen Startblock hinter mir gestartet war, aber am Berg Meter gut gemacht hatte. Kurz gefragt, wie es läuft, meinte er dass er keinen Stieg hat, weil er sich kurz vorm Start für den „Nowachsski“ entschieden hatte. Ich war bei meinem gewachsten Ski geblieben und dieser war auch perfekt über die ganzen 90 km. Ich konnte im Anstieg ordentlich laufen und Armkraft sparen und bergab gab es kaum jemanden, der mich überholen konnte. Also alles richtig gemacht.

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An den Verpflegungen gab es die Blaubeersuppe, von welcher ich schon viel gehört hatte, welche auch lecker war und ich immer 1-2 Becher trank. Das Essen hatte ich mir selbst mitgenommen und kaute immer mal ein Stück von den Riegeln, denn da wusste ich, das diese mir gut bekommen. Dann kam er auch schon…Kilometer 40…nun waren es nur noch 50 km, das längste, was ich vorher trainiert hatte. Zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich aber noch frisch, passierte kurz darauf die Hälfte der Strecke und war in Evertsberg angekommen. Im Verpflegungsbereich wurde ich sogar vom Sprecher namentlich erwähnt, was mich freute, denn bei hunderten Sportlern um mich herum war dies nicht selbstverständlich. Die nächste Kilometer ging es rasant bergab und danach wurde es wellig. Die Loipen wurden nicht besser und es war stellenweise schwierig ordentlich zu laufen. Bei ca. Kilometer 65 war es dann soweit. Langsam merkte ich die Strapazen und ich musste einen Gang runter schalten. 2-3 Kilometer später war ich richtig k.o., wusste aber, dass die nächste Verpflegung nicht weit war. Kurz vor diesem Kontrollpunkt kam Frank vorbei, welcher zwar sehr fit war, aber aufgrund von Hexenschuss und gerade überwundener Gürtelrose nur Fotoreporter machte und die Emotionen auf der Strecke einfangen wollte. So wartete er vor der Verpflegung auf mich um das Foto von mir zu machen.

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Schnell eines meiner Gels eingeworfen und noch einen Energietrink an der Verpflegung genommen, ging es auf die letzten 19 km, die ich ja von der Streckenbesichtigung schon kannte. Bergab noch etwas erholt, ging es nun wieder etwas frischer im Doppelstockschub vorwärts. Die einzige noch gut vorhandene Spur wurde genutzt und aufgereiht ging es Richtung Ziel. Der Schnee wurde nun immer weicher und die Spuren weniger, aber dafür wurde mein Ski noch besser und es rutschte überall, dass ich ohne weitere Probleme dem Ziel Meter um Meter näher kam. Nach 6 Stunden, 6 Minuten und 21 Sekunden erreichte ich das Ziel. Unterwegs hatte ich die Medaille, welche alle Sportler bekommen, die innerhalb der Siegerzeit + 50% einlaufen, abgeschrieben. Die ersten waren jedoch in diesem Jahr auch nicht so schnell, so dass ich noch eine der begehrten Medaillen in Empfang nehmen konnte, was mich riesig freute und somit mein Ziel auch erreicht war.

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Im Ziel traf ich nun auch wieder Frank und Heiko und zusammen gaben wir unsere Ski ins Depot, fuhren unsere Kleidersäcke abholen und dann zum Umziehen in die Turnhalle. Dort trafen wir noch ein paar Andere aus dem Erzgebirge, welche kurz vor uns eingelaufen waren und so gingen wir zusammen in die Eishalle zum Essen. Dort trafen wir dann auch meinen Vater, der seine gute Ausgangsposition in Startgruppe 2 ausnutzen konnte und mit 5:26 h „Busschnellster“ wurde. Nun holten wir unser Diplom ab, nahmen unsere Ski wieder in Empfang, gingen auf die Suche nach dem Bus und warteten, bis auch alle anderen im Ziel ankamen.

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Die Auswertung mit den anderen ergab, dass dies der schwerste Vasalauf der letzten 20 Jahre gewesen sein sollte und so war ich stolz, es geschafft zu haben und freute mich noch mehr über die Medaille. Spät kamen wir wieder im Hotel an und nach einer kurzen Nacht ging es wieder auf den Rückweg, über Göteborg und Kiel mit der Fähre und anschließend gen Süden ins Erzgebirge.

So war es nach dem hiesigen, miesen Winter noch einmal ein schönes Schneeerlebnis und endlich konnte auch ich den Vasalauf hautnah miterleben.

Sport frei & Ski heil, Sven
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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon peso am Mo 24. Mär 2014, 22:57

fischi hat geschrieben:So war es nach dem hiesigen, miesen Winter noch einmal ein schönes Schneeerlebnis und endlich konnte auch ich den Vasalauf hautnah miterleben.


Das sei dir herzlich gegönnt, und danke für den Bericht! :hut:

Mal sehen, was ich eher hinbekomme...'ne Transalp oder den Vasaloppet. Fest vorgenommen ist beides. :)
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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon Karbe am Mo 24. Mär 2014, 23:45

Toller Bericht, klasse !
:liebe:
Scheiße mit Erdberren.
- boah, schon wieder Erdbeeren!
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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon SXHC am Di 25. Mär 2014, 01:15

Oh! Danke für die feine Bettlektüre. :daumen: :daumen:
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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon Chelm am Di 25. Mär 2014, 09:31

Schöner Bericht :)
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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon Ingmar am Di 25. Mär 2014, 12:30

Wow! :liebe: :hut: :daumen:
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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon mi67 am Di 25. Mär 2014, 13:11

Fein gemacht und so richtig zum "Miterleben" geschrieben, danke!
:daumen:
Freund der vertieften Atmung
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mi67
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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon SchmidtsKatze am Di 25. Mär 2014, 17:21

sieht "richtig k.o." sogar noch besser aus als manch einer am Start :)

dickes Ding!
ich habe ein Motivationsproblem - bis ich ein Zeitproblem habe...
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Re: AW: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon mreded am Di 25. Mär 2014, 18:12

Sehr schöner Bericht.

Muss das eigentlich alles klassisch gelaufen werden?
Grüße Thomas

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Re: Mein Weg nach Schweden

Beitragvon ketterechts am Di 25. Mär 2014, 20:55

Schöne Lektüre und herzlichen Glückwunsch zum Erfolg!
Nur - es erinnert mich daran, dass ich diesen Winter nicht einen km Langlauf gemacht habe.
Übrigens ist der Dolomitenlauf in Obertilliach (Osttirol) im Januar eine sehr gute und schneesichere Trainingsmöglichkeit, allerdings nur klassisch. Nicht zuletzt deshalb hat O.E. Björndalen länger dort gewohnt.
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