Auf das Dach des Hunsrücks
Los ging es von meiner Rast - und Schlafstätte in Weierbach. Die ersten nassen und windigen Kilometer, vorbei an der einstmals größten Kupfermine Europas in Fischbach, dürfen meine Laufräder noch auf flachen Terrain absolvieren ( angesichts einer Vorwoche mit Marathonsightseeing in Paris wohl auch ganz gut so ) ehe es wenig später die ersten Serpentinen nach Berschweiler zu verkraften gibt ( 2,14 Km->6% ). Nach der Schussfahrt hinunter nach Kirn vorbei an der Kyrburg ( Whiskymuseum!!!) folge ich der Straße entlang dem Hahnenbachtal. Der geplante Weg zum Atzelkopf wird in Griebelschied ( nach 2,27 KM-> 6,6% ) von Baumaschinen und einem löchrigen, matschigen Etwas ( a.k.a. die Ortsdurchfahrt ) unterbunden, sodass die Sonnschiedalternative ( 3,11Km->6,18%) gewählt wird. Nach ein paar abschweifenden Blicken in die umliegenden Dörfer gelange ich auch schon nach Herrstein, der angeblichen Fachwerkperle. Zwei Minuten Verweildauer reichen aus, um zu merken, dass man es hier nicht mit dem Quedlinburg von Rheinland-Pfalz zu tun hat. Von hier fahre ich auf der Deutschen Edelsteinstraße bis Kempfeld bei gemütlichen 2-6%. Nach kurzem Durchatmen und einer misslungenen Verortung meines Tagesziels geht es hinab nach Katzenloch, hier beginnt auch schon der Ansttieg zum höchsten Berg des Bundeslandes, dem Erbeskopf. Nach einigen false flats überlege ich hinter Allenbach kurz, ob man mich desavouieren will, angesichts eines die Straße begleitenden Radweges auf 3,5 Km Länge ( man stelle sich das mal am Fichtelberg vor ). Nachdem der Schock überwunden war, setzte auch schon die Langeweile ein, naja, breite Straßen, geradeaus ohne wirkliche Schwierigkeiten. Irgendwann ist man oben (818 M.ü.NN; 7,63 Km->4,3%), und weiß eigentlich auch nicht, was man hier verloren hat. Keine wirkliche Aussicht, eine ARD-Wetterstation und eine G.I.Joe-Radaranlage, nicht unbedingt Impressionen, die man braucht.
Daher lieber gleich denselben Weg bergab, in Katzenloch diesmal Richtung Idar-Oberstein, der Edelsteinmetropole und Vorreiterin hinsichlich infrastruktureller Maßnahmen ( die Nahe zubetonieren und eine Stadtautobahn darüber bauen - einzigartig und vorbildhaft ). Die Baustellensituation lässt mich zum Stadtteilhopper werden, vorbei an der Edelsteinbörse ( wer kann schon dem Charme 60er-Jahre Funktionsbauten widerstehen ) über Vollmersbach ( 1,98Km->5,8%), Regulshausen und Göttschied ( 2,07 Km-> 7,63%), bei beträchtlichem Verkehr, zurück nach Weierbach.
93 Km -> 1668Hm
Bildfolge:
1 - Hunsrückhäufchen
2 - strahlender Sonnenschein








