Peso und Barus haben so sehr geschwärmt vom Gp 2007, dass ich mich mal wieder verleiten ließ, schnell zuzusagen.
Mehrfach wurde ich beruhigt, dass es nicht sooo schlimm sein soll
Naja, Freitag haben meine Freundin und ich das Quartier in Triberg bezogen. Frühstück vom Feinsten und ein Bergsee gleich vor der Tür: Schwarzwaldromantik pur (Hotel Bergseestüble)
Samstag habe ich - nach einer Einfahrrunde über 30km und 500 hm - die Startnummern von Charlie, Barus und Peso abgeholt. Wir haben uns dann noch zum Abendessen in deren Hotel getroffen und dann ging es nach einer ruhigen Nacht endlich los:
Sonntag 8. Juni
Ich stand zeitig auf, habe ordentlich gegessen und stand dann schnell am Startplatz. Hier wird ein Chip gescannt, super! Ich habe 3 Fahrer getroffen, die unterwegs das Ding verloren haben und dann über eine Stunde (!) danach gesucht haben. Blöd gelaufen---> Haben auch keine Urkunde bekommen
Das Feld fuhr los, wir waren ca. 150 Verrückte. 100 habe ich auf der Wilhelmshöhe nur noch aus 400m Entfernung gesehen. Die waren wohl zu schnell für mich
Vor dem Kandel fand ich viele Radfahrer bei der Pinkelpause wieder
. OK, habe den Fehler gemacht und NUR die Jacke ausgezogen, aber mich nicht erleichtert
= ich bin gewarnt worden vor diesem Schwarzwälder Hügel, aber der tat so richtig weh. So etwas bin ich noch nie gefahren, allerdings Schauinsland- und Feldberg-Niveau auch nicht.Diese furchtbaren 14km mit mindestens 7 % Steigung und dann zwei Rampen mit 10-14%. Barus Edge, den ich bekommen habe, zeigte zeitweise 20% an. Da mußte ich ihn abdecken, denn da wurde mir schlecht, nicht gut für die Moral. Oben angekommen, kam ich schnell zu mir, denn ich motzte wie ein Rohrspatz über diesen Berg. Ich wurde beruhigt mit den Worten. DAS WAR DER SCHWERSTE! Wieso ich immer so gutgläubig bin!?
Seit dem Beginn des Kandels bin ich alleine gefahren. Auch hier bin ich dann Ri Schauinsland den Kandel runtergerollt. Der Belag war nass, also war ich vorsichtig. Allein hatte ich nun keinen Windschatten mehr, also war mir relativ schnell klar, dass das Depot auf dem Schauinsland schwer in der Zeit zu erreichen sein wird. Aber ich ging locker in diesen Berg, den Barus als nicht sooo schlimm beschrieb. Allerdings hatte er damals dort einen Platten und hatte sich erholen können.
Gemächlich stieg der Berg an, ich freute mich auf die sagenumwogenen (BarusSage) 2km- 12%-Rampen
. Was ich dann bis zum Bergdorf Hofgrund erlebt habe war für mich ein neues Durchhalteerlebnis auf dem Rennrad. Im wald wurde es immer steiler. Ein Schild zeigte 14% auf 2 km an. Das ging ja noch
. Dann ging die Strecke aber von der hauptstraße ab mit einem weiteren Schild 4km mit 12%
. Da wurde eine Spitzkehre nach der nächsten genommen, immer in der Hoffnung, dasss es ein wenig seichter werde mit den %%%, nix da!!! Am Sterinvasenpark hörtze dann der Wald auf, was für ein Desaster BSP: Da sieht man ein Kuppe in 300m Entfernung. Der normale Radfahrer denkt: Dahintzer wird es zumindest kurz mal geradeaus gehen. Hehe:
manchmal konnte ich mal treten, aber meist hat der Muskel sofort zugemacht. ich kam dann über die Gipfelstrasse an das 2. Depot. Die Familie schaute mich groß an und meinte, dass sie gerade aufrechen möchten. ich wäre schon 45 Minuten über die Zeit. Ich wollte was sagen, aber nach den ersten Worten hatten sie Nachsicht und ich trank 2 Flaschen Apfelsaft und aß 3 Bananen.
Nun wußte ich dass ich meine Freundin benötigte, um die RTF zu beenden. Aber bevor ich sie anrief, habe ich die Stohrenabfahrt genießen wollen. Geilster Asphalt und ab ging es. Auf einer Geraden mußte dann ein Lieferwagen mich überholen und schon konnte der Stohren nicht mehr abgeschossen werden, sondern ich mußte mich auf den Wagen konzentrieren.
Am Belchen haben mich zwei RTFfahrer überholt, die eigentlich schon Stunden vor mir sein müßten. Sie haben im Nebel beim Kandel die Freiburgabfahrt gewählt und sind nach Freiburg gerollt und wieder zurückgekraxelt. Also ein Berg mehr bei dieser RTF
dann kam meine Mädel mit meinem Auto
. Nach 6 Stunden und 30 Minuten konnt eich mich mal wieder unterhalten Ich bekräftigte das Vorhaben, die RTF zu beenden, da ich gut das Belchen hochgekommen bin. Kurze Endgeschichte: Der Feldberg.
Gegenwind Gegenwind Gegenwind
Zwei Radfahrer, die vor mir das Belchen runtergefahren sind, meinten an der Kreuzung, wo es links Ri Felberg ging: Junge, das kannst abharken, da geht in spätestens 1 Stunde ein Gewitter runter. Dankeschön, und hoch ging es. Zunächst angenehm langsam ansteigend, aber dann wurde es mit einem Male steil und steiler und steil und steiler. Ich habe noch nie solche Schmerzen im Oberschenkel gehabt. Ziemlich am Ende gab es einen Parkplatz auf der rechten Seite. Dort habe ich aus den Augenwinkel die schwarze Wand am Berg hochkriechen sehen und die Blitze von der oben. Das half mir die letzten Kraftreserven für den letzten km zu mobilisieren. Oben angekommen, gab es eine heftige Dusche und Blitze vom Feinsten. Für mich das Begrüßungskonzert auf dem Feldberg und der Einstieg in mein Auto und das Genießen der liebevollen Umsorgung meiner Teamchefin.
Fazit:
440 Minuten alleine gefahren und dabei 3000hm gefahren. Habe ich noch nie geschafft. ich bin total zufrieden mit meiner Leistung, jedoch sind 20km/h für die gesamte Tour einfach zu schnell.
, dass du noch den feldberg hoch bist. wir konnten uns vorne ja gegenseitig motivieren weiter zu fahren. "enrico, fährst du zu ende" "ja" ("scheiße") "ok, dann werd ich woll müssen" 


