Berlin-Bad Freienwalde-Berlin 2012
Verfasst: So 15. Apr 2012, 17:20
So, ermattet aber glücklich sind die RRL-ler, Speichen & Univeganer vom längeren Rennen in Berlin zurück. Diesmal fanden sich gleich 5 RRL-ler, nämlich Charlie, Vantage84, Sippe, Zoro und ich auf der Starterliste der C-Klasse. Grund für die gemeinschaftliche Auswahl war natürlich die Länge des C-Kurses von 156 km, die auch den Huspel in Bad Freienwalde unter die Klickpedale nimmt.
Nach Irritationen, wo den das C-Feld starten würde, ging es auch gleich hart los. Hart leider auch im unguten Wortsinn, denn die Veranstalter, die ansonsten eine sehr gute Arbeit gemacht hatten, schickten uns so los, dass wir frontal auf das im Gegensinn kreiselnde Feld der Kinder aus dem Einkaufszentrum herausbogen. Dies schien auch wirklich zu einem Unfall geführt zu haben, tatsächlich war auch die Verwirrung groß und vorn gleich eine kleine Gruppe weg. Ich war ebenso wie Charlie im Feld eingemauert, wusste nur, dass an einer Rechtskurve bei km2 der Wind auf Kante von links kommen würde. Eine freie Gasse würde sich also allenfalls an der Linken Seite bilden. Durchs Feld nach links larvierend setzte ich mich an die gewünschte Position, kam um die besagte Kurve, Charlie nur kurz vor mir. Vorn war eine 7er-Gruppe ca. 400 m weit weg, ich beschleunigte, machte Charlie das Zeichen, er an mein Hinterrad und los ging die Reise ...
Zum Glück wurde unser Nachsetzen bei km 3,5 auch gleich von zwei Univega-Kollegen mitgenutzt, so dass wir nach ca. 10 min ordentlicher Arbeit mit unserem Qurtett an der Spitze dran waren, die damit insgesamt 11 Mann stark war und sofort gut zusammenarbeitete. Da Nutrixxion, DKV und Jenatec ebenso wie Bianchi vorn nicht vertreten waren, war zwar das Risiko gegeben, dass von hinten noch weitere Tempoverschärfungen folgen könnten, andererseits waren in der Spitze 3 x Univega, je 2 x Lexxi, 2 x Speiche und zunächst auch 2 x ein weiterer Verein, dessen Namen ich nicht parat habe. Damit war klar, dass hier stramm gefahren werden sollte. Der Vorsprung auf das Feld ging auf der Hinfahrt, die bis auf einen Defekt und damit Reduktion unserer Gruppe auf 10 Fahrer relativ unspektakulär von statten. Klar die Windkante war da, aber in einer 10er-Gruppe reichte die Straßenbreite für den Kreisel, der niemanden mehr ausspuckte. Entsprechend tickerten die gelegentlich abgegebenen Durchsagen des Vorsprungs von zunächst 1:30 auf 2:15, dann 3:40, 5:10, bis schlußendlich 8 min hoch. Die Ortsdurchfahrt in Bad Freienwalde (Kopfsteinpflaster) und der folgende Berg mit knapp 150 Hm wurden locker angegangen, fast wähnte man sich auf einer Trainingsrunde. Oben ging dann das Tempo wieder hoch. Nur wenige Regentropfen wollte der Himmel auf uns niederspucken, dann war es auch gleich wieder trocken. Ein Spass waren nun die langen Mitwindgeraden. Fast hätten die Gänge nicht mehr ausgereicht, ...
Schon seit ca. 20 km hatten einige Fahrer sich nicht mehr in den Führungskreisel eingereiht - untrügliches Zeichen für nahende Attacken. Diese begannen bei ca. 35-40 km vor dem Ziel, wobei jedoch viele Fahrer, die nicht führen konnten, erstaunlicherweise begnadete Antrittsqualitäten an den Tag legten ... immerhin geschah noch eine Selektion auf 9 Fahrer, etwas später dann bei weiteren Antritten auf 8, dann 7 Fahrer - aber Charlie auch nicht mehr dabei!? Etwas kalkulierend - ca. 30 km vor dem Ziel bei vorwiegend Mitwind und über 7 min Vorsprung vor den ersten Verfolgern - das sollte er dennoch schaffen können. Vorn blieb es wieder eine Weile lang nun schnell aber gleichmäßig. Christian Müller machte ca. 8 km vor dem Ziel vor einer Autobahnbrücke einen Beschleunigungsversuch. Ich war kurz davor in der Führung gewesen und lag am rechten Straßenrand eingemauert im Kreisel. Als ich wieder frei war, ging ich meinerseits, liess mich aber durch Zurufe von meinem Vorhaben etwas abbringen. Zwei weitere Vorstöße von meiner Seite 3,5 und 2 km vor dem Ziel waren natürlich dann zu spät und wurden auch schnell wieder neutralisiert. OK, also kam es zum Sprint, in dem ich nicht die besten Karten habe, aber in 5. Position über die Linie rollte.
Nachdem dann kurz danach auch Charlie seinen 9. Platz noch mit klarem Vorsprung vor den ersten Verfolgergruppen sichern konnte, war das von mir erhoffte Idealresultat (top-10-Plätze für Charlie und mich) erreicht. Vantage84, der nach dem Entfliehen der Teamkollegen natürlich Stillhaltepflichten hatte, und Sippe kamen gut im Hauptfeld an, Zoro wenig später dann "aus eigener Kraft". Insgesamt eine feine Aktion, die Mut für die folgenden Einsätze macht.
Namen der Sieger etc. werden noch in Bälde nachgetragen.
Micha
Nach Irritationen, wo den das C-Feld starten würde, ging es auch gleich hart los. Hart leider auch im unguten Wortsinn, denn die Veranstalter, die ansonsten eine sehr gute Arbeit gemacht hatten, schickten uns so los, dass wir frontal auf das im Gegensinn kreiselnde Feld der Kinder aus dem Einkaufszentrum herausbogen. Dies schien auch wirklich zu einem Unfall geführt zu haben, tatsächlich war auch die Verwirrung groß und vorn gleich eine kleine Gruppe weg. Ich war ebenso wie Charlie im Feld eingemauert, wusste nur, dass an einer Rechtskurve bei km2 der Wind auf Kante von links kommen würde. Eine freie Gasse würde sich also allenfalls an der Linken Seite bilden. Durchs Feld nach links larvierend setzte ich mich an die gewünschte Position, kam um die besagte Kurve, Charlie nur kurz vor mir. Vorn war eine 7er-Gruppe ca. 400 m weit weg, ich beschleunigte, machte Charlie das Zeichen, er an mein Hinterrad und los ging die Reise ...
Zum Glück wurde unser Nachsetzen bei km 3,5 auch gleich von zwei Univega-Kollegen mitgenutzt, so dass wir nach ca. 10 min ordentlicher Arbeit mit unserem Qurtett an der Spitze dran waren, die damit insgesamt 11 Mann stark war und sofort gut zusammenarbeitete. Da Nutrixxion, DKV und Jenatec ebenso wie Bianchi vorn nicht vertreten waren, war zwar das Risiko gegeben, dass von hinten noch weitere Tempoverschärfungen folgen könnten, andererseits waren in der Spitze 3 x Univega, je 2 x Lexxi, 2 x Speiche und zunächst auch 2 x ein weiterer Verein, dessen Namen ich nicht parat habe. Damit war klar, dass hier stramm gefahren werden sollte. Der Vorsprung auf das Feld ging auf der Hinfahrt, die bis auf einen Defekt und damit Reduktion unserer Gruppe auf 10 Fahrer relativ unspektakulär von statten. Klar die Windkante war da, aber in einer 10er-Gruppe reichte die Straßenbreite für den Kreisel, der niemanden mehr ausspuckte. Entsprechend tickerten die gelegentlich abgegebenen Durchsagen des Vorsprungs von zunächst 1:30 auf 2:15, dann 3:40, 5:10, bis schlußendlich 8 min hoch. Die Ortsdurchfahrt in Bad Freienwalde (Kopfsteinpflaster) und der folgende Berg mit knapp 150 Hm wurden locker angegangen, fast wähnte man sich auf einer Trainingsrunde. Oben ging dann das Tempo wieder hoch. Nur wenige Regentropfen wollte der Himmel auf uns niederspucken, dann war es auch gleich wieder trocken. Ein Spass waren nun die langen Mitwindgeraden. Fast hätten die Gänge nicht mehr ausgereicht, ...
Schon seit ca. 20 km hatten einige Fahrer sich nicht mehr in den Führungskreisel eingereiht - untrügliches Zeichen für nahende Attacken. Diese begannen bei ca. 35-40 km vor dem Ziel, wobei jedoch viele Fahrer, die nicht führen konnten, erstaunlicherweise begnadete Antrittsqualitäten an den Tag legten ... immerhin geschah noch eine Selektion auf 9 Fahrer, etwas später dann bei weiteren Antritten auf 8, dann 7 Fahrer - aber Charlie auch nicht mehr dabei!? Etwas kalkulierend - ca. 30 km vor dem Ziel bei vorwiegend Mitwind und über 7 min Vorsprung vor den ersten Verfolgern - das sollte er dennoch schaffen können. Vorn blieb es wieder eine Weile lang nun schnell aber gleichmäßig. Christian Müller machte ca. 8 km vor dem Ziel vor einer Autobahnbrücke einen Beschleunigungsversuch. Ich war kurz davor in der Führung gewesen und lag am rechten Straßenrand eingemauert im Kreisel. Als ich wieder frei war, ging ich meinerseits, liess mich aber durch Zurufe von meinem Vorhaben etwas abbringen. Zwei weitere Vorstöße von meiner Seite 3,5 und 2 km vor dem Ziel waren natürlich dann zu spät und wurden auch schnell wieder neutralisiert. OK, also kam es zum Sprint, in dem ich nicht die besten Karten habe, aber in 5. Position über die Linie rollte.
Nachdem dann kurz danach auch Charlie seinen 9. Platz noch mit klarem Vorsprung vor den ersten Verfolgergruppen sichern konnte, war das von mir erhoffte Idealresultat (top-10-Plätze für Charlie und mich) erreicht. Vantage84, der nach dem Entfliehen der Teamkollegen natürlich Stillhaltepflichten hatte, und Sippe kamen gut im Hauptfeld an, Zoro wenig später dann "aus eigener Kraft". Insgesamt eine feine Aktion, die Mut für die folgenden Einsätze macht.
Namen der Sieger etc. werden noch in Bälde nachgetragen.
Micha