So, wieder daheim. Heute hat es mich leider ausgeschert, aber der Reihe nach.
Wolken trieben übers Land, vor dem Start kam ich auch gleich in eine Husche hinein. Danach blieb es stürmisch und bedrohlich aussehend, aber zumindest trocken. Die größte Sorge - nasse Straßen - trat also zum Glück nicht ein.
Das Vorgeplänkel war wie üblich, diesmal allerdings freudig gewürzt durch das Ergebnis der Hobbyklasse - vantage84 wird hoffentlich noch berichten. Dann in den Vorstart, hoch zur Linie und los ging es. Zu Anfang noch etwas unruhig und eng, durfte ich mich in Bahren nach vorn arbeiten, um die Einbiegung in die Kohlenstraße recht weit vorn zu sein. Der Anstieg wurde erstaunlich locker hochgespult. Ganz oben tritt Reuß an und geht allein vorn weg. Alle dachten sich wohl: "wenn jetzt kein Zweiter zuckt, dann lässt man Reuß mal vorn alleine leiden". So kam es denn auch. Auch der Hohnstädter: nichts, was schon richtig ans Limit ginge - ebenso die 2. Passage der Kohlenstr.. Danach zupfe ich mal - keiner mag alleine folgen. Wenig später geht Ruhmer, dem ich am Hohnstädter hinterherstiefle. Ich komme aber weder entscheidend vom Feld weg, noch schaffe ich es, ganz an Ruhmer heranzufahren. Also lasse ich mich vom nun schnell gewordenen Feld wieder schlucken. Vereinzelte Beschleunigungen genügten, um Rumher wieder zu fassen. Nun dritte Kohlenstr.. Ich fuhr noch ziemlich vorn ein und ziehe weiter, als es steil wird, beginnt aber mein Magen zu revoltieren! Ich wusste: jetzt noch die Last erhöhen, dann drehe ich meinen Magen um. Ich lasse mich zurückfallen - auf ein Wunder hoffend. Es kommt nicht. Oben stehen peso, foxxy & schmidtskatze und ich biege von der Straße zu ihnen ab. Rad an die Böschung und erst mal hinlegen. Ich bin gerde mal froh, dass es nicht zum Erbrechen kam. Natürlich rauscht nun alles an Fahrern durch, für mich war es das schon ... dachte ich noch. Irgendwann beruhigt sich der Magen aber doch ein wenig, so dass ich mich entschloss mit Speiche-Steffen, der gerade vorbeikam, nochmal die Runde - freilich ausser ernsthafter Konkurrenz - weiterzufahren. Leider klappte der Plan, die Speichen ans Hinterrad zu nehmen, nicht wirklich, so dass ich langsam auf Zeitfahrlast hochregelte. Es kam tatsächlich wieder Druck am Fahrwerk an, und der Magen blieb frieldlich, zumindest so lange ich ihn nicht in Lactat dusche. So konnte ich einige versprengte Felder wieder aufrollend zu Heiko vorfahren und meine Distanz zumindest noch beenden.
Nun ja, war halt nichts gewesen. Sieg bei den Senioren ging an den Lokalmatador Keller vor Krön und Reuß.
PS: warum mir so schlecht war, bleibt etwas rätselhaft. Eine angesichts der Wettervorhersagen wenig entschlossene Angriffshaltung, die noch (zu) kurz vor dem Start verdrückten Riegel könnte man für ein flaues Gefühl noch verantwortlich machen, aber echter Brechreiz? Der wahrscheinlichste Kandidat hierfür könnten 2 Gels einer dänischen Firma (Nachfolgeprodukt:
http://www.maxim-nrg.com/products/high+ ... y+25g.ashx) sein. Erdbeer-Geschmack, Vitamingedöns drin und dann sehe ich jetzt, dass das Verfallsdatum der Brühe im Januar des vergangenen Jahres war. Vielleicht sollte ich in Zukunft doch auch geschenkten Gäulen ins Maul sehen - oder so wie in Greiz das Gel in der Flasche lieber einfach ganz vergessen!?
