Unvermeidlich eins auf die Birne...

Diskutiere hier über dies und das
Benutzeravatar
Mettwurstmädel
Beiträge:182
Registriert:Fr 4. Nov 2005, 16:56
Wohnort:Gohlis-Süd
Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Mettwurstmädel » Mo 29. Jan 2007, 18:19

Weiterhin denk ich ja dass diese Unfallart, nämlich dieser raketenartige Flug ohne mit den Armen sich da nach vorne zu schützen, nicht in Realität vorkommt, weil der Mensch in dem Augenblick noch bei Bewusstsein ist. Allgemein muss dass schon ein sehr seltsamer Unfall sein, wenn man fliegend gegen eine Wand einschlägt, kann ich mir als Hobbyradler auf der Straße ohne Rennen nicht vorstellen. Und die Statistiken zeigen ja auch keinerlei Wirkung.
Das ist das Beste was ich je gelesen hab! Klar passiert das: Wegrutschen...ohne Fahrrad auf der Strasse rutschen...Einschlag in Planke/Baum. Oder: Kurve zu eng...Fahrer zu schnell...Bremsen...oh zu spät!...ab in den Graben...eleganter Abstieg über den Lenker, weil Vorderrad irgendwas getroffen hat...Flug...Einschlag in Boden/Baum/Strassenmüll (teilweise Waschmaschinen und was man da noch so findet).
Ich weiss ja nicht, ob die Arme nach vorn dann noch etwas nützen, wenn meine 85 kg mit 20 Sachen gegen einen festen Gegenstand prallen. Superman kann die Gefahr vielleicht noch abhalten, weil er ja stark ist und so...ich bestimmt nich. Meine Motorrad fahrenden Freunde (Yamaha R1 und Honda Fireblade, beide mit >180 PS) fahren aufgrund dieser Argumente jetzt auch ohne Helm und Leder. Ist ja nicht so gefährlich wie mit... :roll:

Im Übrigen: Beschleunigte Körperteile und feste Gegenstände vertragen sich nich so gut...hab ich mal irgendwo gehört.

Helge sagt ja immer: Bei mir kann jeder machen was er will! Ich find das gut so! Denn ich fahre auch ohne Helm und ich hab im Strassenverkehr mehr als nur Respekt vor den anderen Verkehrsteilnehmern.
Selbst mit dem Auto muss man aufpassen wie ein Kaninchen, weil es den Anschein hat, dass sogar geistig Behinderte ein Fahrzeug im Strassenverkehr bewegen dürfen. Ich fahr ja schon echt lange und viel Auto und wenn es mich eine Sache gelehrt hat, dann das hier: Die anderen sind das Risiko, also verhalte dich so risikoavers wie nur möglich! Und mit dem Rad in Leipzig sieht es ähnlich aus.

Also, Helm auf oder ab, das ist jedem selbst überlassen. Ich besorg mir definitiv einen, denn meine Freundin ist echt eine Feine und hübsch dazu. Ich weiss nicht, ob sie das so toll finden würde, wenn ein Spaltkopf ihr Freund ist...

Grüße gehen raus an alle vernünftigen Verkehrsteilnehmer und an die grüßenden Radfahrer! Aight! :D

Der (bald behelmte) Steffen

red nosed renntier
Beiträge:259
Registriert:Fr 23. Sep 2005, 19:45
Wohnort:L.E./Zentrum-Süd

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von red nosed renntier » Mo 29. Jan 2007, 18:34

Wollte ich zwar nicht damit erreichen, aber ich hab mir nunmal meinen Diskussionspart rausgesucht. macht ja anscheinend hier keiner ausser mir, also:
Mettwurstmädel hat geschrieben:Selbst mit dem Auto
Falsch, nicht "selbst mit", sondern "gerade mit". Autofahren ist wesentlich gefährlicher als Fahrradfahren für den Kopf. Im Bulletin steht, dass die austral. Regierung deshalb auch die Helmpflicht für Autofahrer erwogen hat.

Fährst du denn auch im Auto mit Helm? Wenn nein: Warum nicht?

Ach komm, bevor wir hier wieder anfangen, schick mir deine mailadresse per PN und du hast meine Argumente in professionell zusammengefasster Form.

Bzgl. dem Unterschied zw. Fahrradhelm und KRAd-Helm schreib ich jetzt nichts mehr, lesen ist Trumpf.
Im übrigen ist es wirklich nicht so einfach Studien zu finden, die die Wirkung des KRAD-Helmes belegen. Aber das ist nicht unser Thema. Aber es soll ja auch Kradler geben, die lieber mit Lederkäppie fahren würden, gäbe es für sie nicht die Helmpflicht.

Benutzeravatar
Mettwurstmädel
Beiträge:182
Registriert:Fr 4. Nov 2005, 16:56
Wohnort:Gohlis-Süd

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Mettwurstmädel » Mo 29. Jan 2007, 18:44

Nee, Auto fahr ich nich mit Helm. Fahr ja auch nich wie Schumi! Ach ja...der gute Schumi... Autofahren ist schon gefährlich, da haste Recht. Bist du schon mal einen 91er Mitsubishi Colt gefahren? 90 PS auf 970 kg! Das ist echt fies gefährlich. Deswegen fahre ich auch nicht mehr so schnell wie früher, weil mir das Risiko bewusst ist. Immer schön die Übersicht behalten und die Spiegel beobachten! So kann man vorausschauend fahren und das Risiko vermindern. Aber ein Restrisiko ist ja immer da und deswegen...

Weisste was? Man sollte ab jetzt immer einen Helm tragen! Die behelmte Gesellschaft! Wie toll! Und wenn ich dem Pape erzähle, dass er seine R1 auch ohne Helm mit 280 über die Bahn prügeln kann, weil muss ja nich sein, so ein Helm, dann haut er mich! Deswegen erzähle ich ihm das besser nicht...

Du hast ja Recht... Helm tragen ist Blödsinn. Die wollen ja eh nur unser Geld! Und ohne Helm ist man auch schneller tot beim Unfall. Und man merkt auch die Schmerzen der Verletzungen nicht, weil das Gehirn nicht mehr im Schädel ist! Noch ein Vorteil!

Ich bin überzeugt! Das ging ja schneller als bei Scientology letztens...

Grüße gehen raus! Der Steffen

uage
Beiträge:317
Registriert:Do 16. Nov 2006, 01:00

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von uage » Mo 29. Jan 2007, 18:50

Mettwurstmädel hat geschrieben:
Weiterhin denk ich ja dass diese Unfallart, nämlich dieser raketenartige Flug ohne mit den Armen sich da nach vorne zu schützen, nicht in Realität vorkommt, weil der Mensch in dem Augenblick noch bei Bewusstsein ist. Allgemein muss dass schon ein sehr seltsamer Unfall sein, wenn man fliegend gegen eine Wand einschlägt, kann ich mir als Hobbyradler auf der Straße ohne Rennen nicht vorstellen. Und die Statistiken zeigen ja auch keinerlei Wirkung.
Das ist das Beste was ich je gelesen hab! Klar passiert das: Wegrutschen...ohne Fahrrad auf der Strasse rutschen...Einschlag in Planke/Baum. Oder: Kurve zu eng...Fahrer zu schnell...Bremsen...oh zu spät!...ab in den Graben...eleganter Abstieg über den Lenker, weil Vorderrad irgendwas getroffen hat...Flug...Einschlag in Boden/Baum/Strassenmüll (teilweise Waschmaschinen und was man da noch so findet).
Ich weiss ja nicht, ob die Arme nach vorn dann noch etwas nützen, wenn meine 85 kg mit 20 Sachen gegen einen festen Gegenstand prallen. Superman kann die Gefahr vielleicht noch abhalten, weil er ja stark ist und so...ich bestimmt nich. Meine Motorrad fahrenden Freunde (Yamaha R1 und Honda Fireblade, beide mit >180 PS) fahren aufgrund dieser Argumente jetzt auch ohne Helm und Leder. Ist ja nicht so gefährlich wie mit... :roll:

Im Übrigen: Beschleunigte Körperteile und feste Gegenstände vertragen sich nich so gut...hab ich mal irgendwo gehört.

Helge sagt ja immer: Bei mir kann jeder machen was er will! Ich find das gut so! Denn ich fahre auch ohne Helm und ich hab im Strassenverkehr mehr als nur Respekt vor den anderen Verkehrsteilnehmern.
Selbst mit dem Auto muss man aufpassen wie ein Kaninchen, weil es den Anschein hat, dass sogar geistig Behinderte ein Fahrzeug im Strassenverkehr bewegen dürfen. Ich fahr ja schon echt lange und viel Auto und wenn es mich eine Sache gelehrt hat, dann das hier: Die anderen sind das Risiko, also verhalte dich so risikoavers wie nur möglich! Und mit dem Rad in Leipzig sieht es ähnlich aus.

Also, Helm auf oder ab, das ist jedem selbst überlassen. Ich besorg mir definitiv einen, denn meine Freundin ist echt eine Feine und hübsch dazu. Ich weiss nicht, ob sie das so toll finden würde, wenn ein Spaltkopf ihr Freund ist...

Grüße gehen raus an alle vernünftigen Verkehrsteilnehmer und an die grüßenden Radfahrer! Aight! :D

Der (bald behelmte) Steffen
!!!Good posting!!!

Ingmar, was Helme angeht, werden wir keine Freunde. Schonmal an so Leute wie Casartelli gedacht? Der ist tot und hatte keinen Helm. Ne Lederkappe hätte eventuell das Blutbad auf der Straße in Grenzen gehalten. Aber was wäre gewesen wenn, also mit Helm? Vielleicht hätte er trotzdem keine Chance gehabt, aber ich denke im Nachhinein wäre er lieber mit gefahren und sich diese kleine Chance gelassen. Mir ist unerklärlich wie Ulle mit Fullspeed ohne Helm in eine Heckscheibe rasen kann und trotzdem weiter ohne Helm trainiert.

Statistiken hin und her. Die werden hier eh nur als Rechfertigung für bereits feststehende Meinungen missbraucht. Btw. es gibt bisher keine sinnvollen Helmstatistiken und diese wären aus methodischer Sicht immer fragwürdig.
Fakt ist, dass ein Helm nicht sämtliches Risiko minimiert bzw. beseitigt. Natürlich kann ich mich mit Helm am Kopf tödlich verletzen. Aber gibt es eine Risikokompensation, d.h. ich fühle mich sicher mit Helm und fahre riskanter, wirklich?? Das sollte man nicht einfach behaupten! Kann man dem Helm vorwerfen, dass er nicht alles retten kann? Wenn ich als negatives Vorbild Schuld daran hätte, dass irgendein Kind ohne Helm rumfährt, bekäme ich ein schlechtes Gewissen!

Uwe

P.S.

Kleines Experiment: Barfuß aus 1,5 m Höhe auf eine 50 mm Styroporplatte. Danach das selbe auf ein oder zwei Lagen Leder!
;)


red nosed renntier
Beiträge:259
Registriert:Fr 23. Sep 2005, 19:45
Wohnort:L.E./Zentrum-Süd

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von red nosed renntier » Mo 29. Jan 2007, 18:57

@Mettwurstmädel: Du hast keine klar erkennbare Meinung.

Entweder du bist der Meinung "Helme helfen":
Dann sollte man sie doch wirklich überall da tragen wo es viele Schädelverletzungen gibt?! (Autofahren, Fensterputzen, Treppensteigen).

Oder du bist der Meinung: "nur beim Fahrradfahren oder KRADfahren schützt ein Helm", als Fensterputzer oder als Autofahrer nutzt er nichts. Wie willst du das begründen?

Andere dürfen auch zwischen diesen beiden Alternativen wählen, oder mir erklären, was ich noch nicht verstanden habe.

Gruß, Ingmar - sehr gespannt

Benutzeravatar
Frank
Katzenkopfliebhaber
Beiträge:2828
Registriert:Do 30. Jun 2005, 21:18
Wohnort:Leipzig-Zentrum/Nord

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Frank » Mo 29. Jan 2007, 19:14

uage hat geschrieben:Ingmar, was Helme angeht, werden wir keine Freunde. Schonmal an so Leute wie Casartelli gedacht? Der ist tot und hatte keinen Helm.
Uwe,

du hast die ganze Diskussion wohl nicht verfolgt - scheinbar. Wenn er einen Helm aufgehabt hätte, dann wäre er jetzt auch tot, weil dann hätte er sich mit dem Kinnriemen stranguliert oder so ähnlich (war das jetzt richtig, Ingmar?).

Na im Ernst, den Ingmar kriegste nicht so leicht überzeugt - auch nicht mit dem Argument der nutzlosen Statistiken oder dem Styropor-Experiment, da musst du dir schon was anderes einfallen lassen

viel Spaß noch

Frank

PS: Für mich war dies die erste Helmdiskussion - wenn man aber ein bisschen den Links in andere Foren folgt, merkt man sehr schnell, dass alle Diskussionen nach dem gleichen Schema ablaufen. Da gibt es die gleichen Mitspieler (Helmgegner haben erstaunlicherweise auf alles eine Antwort und sind erstaunlich clever, was die Argumentation angeht), die ewig gleichen Argumente usw. Ich lese da lieber die Reiseberichte hier im Forum
Bild

Benutzeravatar
Barus
Plappermaul
Beiträge:5168
Registriert:Sa 7. Mai 2005, 15:35
Name:Enrico Friedrich
Wohnort:Leipzig
Kontaktdaten:

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Barus » Mo 29. Jan 2007, 19:31

red nosed renntier hat geschrieben:Oder du bist der Meinung: "nur beim Fahrradfahren oder KRADfahren schützt ein Helm", als Fensterputzer oder als Autofahrer nutzt er nichts. Wie willst du das begründen?
Meine Fenster sind Balkontüren. Vier Stück! Und im Auto stecken unzählige Airbags, in Rennrad nicht... :gruebel:

Benutzeravatar
mikel
Beiträge:739
Registriert:Mi 7. Sep 2005, 13:46
Wohnort:Markranstädt

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von mikel » Mo 29. Jan 2007, 19:44

Ich bin mal gespannt, ob hier Irgendjemand einen Andersdenkenden überzeugen kann. Ich glaub nicht.

uage
Beiträge:317
Registriert:Do 16. Nov 2006, 01:00

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von uage » Mo 29. Jan 2007, 19:47

Barus hat geschrieben:
red nosed renntier hat geschrieben:Oder du bist der Meinung: "nur beim Fahrradfahren oder KRADfahren schützt ein Helm", als Fensterputzer oder als Autofahrer nutzt er nichts. Wie willst du das begründen?
Meine Fenster sind Balkontüren. Vier Stück! Und im Auto stecken unzählige Airbags, in Rennrad nicht... :gruebel:
Danach fragt Ingmar ja nicht. Gefahr zu quantifizieren liegt im fern. Also mal die Wahrscheinlichkeit einer Schädelverletzung auf 1000 Betriebsstunden Radfahren und Autofahren zu schätzen und zu vergleichen. Und deshalb stellt er die Frage ja auch so hart und unangenehm (bzw. realitätsfern) wie möglich. "Hilft der Helm nur beim Rad, oder auch beim Fensterputzen und Autofahren?" Und ja, da hat er schon recht. Der Helm kann auch da helfen. Die Verhältnismäßigkeit mal links liegen gelassen.
Ich kann das alles nur für mich beurteilen. 1000 Stunden auf dem Rad sehe ich als für meinen Schädel als gefährlicher als 1000 Stunden im Auto. Mir ist auch noch kein Lenkrad abgebrochen, dafür ein Lenker (bergab). Ich setze in der Stadt keinen Helm auf. Das ist grob fahrlässig. Aber wenigstens sehe ich es ein. Ein bissl Verständnis hab ich aber schon für Ingmar. Er hat hier mehrere Hundert Beiträge mitargumentiert. Jetzt seine Meinung zu revidieren bzw. zu relativieren macht einen inkonsequenten Eindruck. Vielleicht weiß er, dass er sich da in eine Ecke argumentiert hat und will nur aus Stolz nich wieder raus ;)
Naja, trotzdem gute Fahrt mit Lederkappe


Benutzeravatar
Mettwurstmädel
Beiträge:182
Registriert:Fr 4. Nov 2005, 16:56
Wohnort:Gohlis-Süd

Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Mettwurstmädel » Mo 29. Jan 2007, 20:37

@ Red Nosed Renntier: Ich denke da vielleicht differenzierter und situationsbezogener als du. Und vielleicht erkennst du beim zweiten Lesen meinen Anflug von Ironie...
Ja ich bin für Helme beim Radfahren, beim Skaten, beim Motorradfahren, beim (Renn-)Autofahren, beim Klettern und manchmal auch (Achtung: Witz!) beim Geschlechtsverkehr...
Ich bin auch dafür, dass man eine Vorbildfunktion als Erwachsener gegenüber Kindern hat. Deswegen: Helm auf beim Fahren usw. und Helm ab auf dem Spielplatz.
Klar kann man sich strangulieren wenn man irgendwo hängenbleibt. Da hast du recht. Aber wenn man keinen Helm aufhat, dann kann man sich zwar nicht strangulieren, aber dafür hat man vorher beim Sturz schon sein Gehirn auf der Strasse verteilt.
So, ich mag dich gar nicht überzeugen, weil ich nicht deine Mutti bin. Meine Mutti hat gesagt: Helm auf! Wat mutt, dat mutt! Vielleicht trinken wir ja im Sommer bei einer Ausfahrt ein Pils miteinander...und deswegen sollten wir uns nicht streiten.
Grüße! Steffen

Antworten