Unvermeidlich eins auf die Birne...

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Gebirgsrenner
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Gebirgsrenner » Mo 29. Jan 2007, 22:12

mikel hat geschrieben:Ich bin mal gespannt, ob hier Irgendjemand einen Andersdenkenden überzeugen kann. Ich glaub nicht.
Wieso denn überzeugen? Wir leben in einem freien Land, da kann jeder tun und lassen, was er will - auch beim Radfahren (zumindest solange, bist irgendein grandioser Politiker auf die Idee kommt, auch das freie tun und lassen zu reglementieren). Wer einen Helm tragen will - bitte. Wer keinen Helm tragen will - bitte. Mir egal.

Jeder schaufelt sich doch sein eigenes Grab.

Ich fahre...

uage
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von uage » Mo 29. Jan 2007, 22:25

Gebirgsrenner hat geschrieben:
mikel hat geschrieben:Ich bin mal gespannt, ob hier Irgendjemand einen Andersdenkenden überzeugen kann. Ich glaub nicht.
Wieso denn überzeugen? Wir leben in einem freien Land, da kann jeder tun und lassen, was er will - auch beim Radfahren (zumindest solange, bist irgendein grandioser Politiker auf die Idee kommt, auch das freie tun und lassen zu reglementieren). Wer einen Helm tragen will - bitte. Wer keinen Helm tragen will - bitte. Mir egal.

Jeder schaufelt sich doch sein eigenes Grab.
Wenn ich Politiker wäre und zur Überzeugung gelangte, dass es für alle (Radler) besser wäre, wenn sie Helme tragen würden, also (oh Gott, das klingt fast wie Stoiber :baeh: ) also wenn ich das dann durchboxen, also vorschreiben würde und irgendwelche liberalen Rennradler würden mich wegen Freiheitsbeschneidung in den Dreck ziehen. Ja, also, also das wäre mir Schnuppe. Wenns nur ums Geld ginge, könnte sich jeder einen Aldi-Helm holen, und gut.
Ja, ich stehe da zu. Ich hätte nichts gegen eine solche freiheitseinschränkende Helmvorschrift. Eben weil sie, wie ein Dreipunktgurt fast nur nutzt und niemandem schadet. Auch wenn ich morgen genervt wäre mit Helm zur Uni zu müssen.

Ciao
Uwe


red nosed renntier
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von red nosed renntier » Mo 29. Jan 2007, 23:12

Hallo Steffen,
Mettwurstmädel hat geschrieben:und deswegen sollten wir uns nicht streiten.
ist für mich ne Diskussion und kein Streit.
Barus hat geschrieben:Und im Auto stecken unzählige Airbags
Erstaunlich dass es dennoch so viele Schädelhirntraumapatienten nach Verkehrsunfällen gibt. Defekte Airbags?
uage hat geschrieben:Danach fragt Ingmar ja nicht. Gefahr zu quantifizieren liegt im fern. Also mal die Wahrscheinlichkeit einer Schädelverletzung auf 1000 Betriebsstunden Radfahren und Autofahren zu schätzen und zu vergleichen.
Alles klar, es ist schlicht eine Risikoabwägung, bzw. gefühltes Risiko. Oder hast du Zahlen?
Ich hab das Gefühl mein Risiko ein SHT auf dem Rad zu bekommen ist viel niedriger als das von Autofahrern. Vielleicht fahr ich einfach besser Rad als Auto, und du andersrum? Aber ehrlich gesagt, bin ich auf diesem Diskussionsstrang ganz schwach auf der Brust. Ich denke auf die Zahlen kommt es hier auch weniger an: Entweder hilft ein Helm im Auto, und auf dem Rad. Dann ist es natürlich unvernünftig der Gesellschaft und der Freundin ;) gegenüber den nicht zu tragen, wenn das Risiko spürbar erhöht ist. Ob das Risiko nur extrem hoch, oder sehr hoch ist, wäre doch bei dieser Betrachtung egal.
Gebirgsrenner hat geschrieben:Wer einen Helm tragen will - bitte. Wer keinen Helm tragen will - bitte. Mir egal.
Mir auch. Sieht ja auch schick aus so ein Helm. Möchte niemand ausreden sowas zu tragen. Es geht mir nur darum zu zeigen, dass es mehr als genug Argumente gibt für Menschen die nicht an die Schutzwirkung glauben.
Wer nach den genannten Quellen seinen Helm noch vertraut. Schön. Hauptsache man fährt durch dieses Gefühl nicht eine Abfahrt etwas schneller als ohne oder näher an der Reifenhaftgrenze.
Und wie bei jedem Glauben, bin ich auch hier tolerant und sage: klar die Empirie und die Fakten sprechen dagegen, aber wer weiß, vielleicht habt ihr doch alle Recht.... ;)

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peso
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von peso » Mo 29. Jan 2007, 23:22

red nosed renntier hat geschrieben:...klar die Empirie und die Fakten sprechen dagegen, aber wer weiß, vielleicht habt ihr doch alle Recht.... ;)
Es wird dich sicherlich erschüttern, wenn die Angesprochenen sagen: klar, die Empirie und die Fakten sprechen dafür, aber wer weiß, vielleicht hat das Renntier doch Recht... ;)
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von red nosed renntier » Mo 29. Jan 2007, 23:33

Hey Peso,

Du meinst die Berichte: Ich hatte einen Unfall, und einen Helm auf, der Helm hatte einen Riss. Ich verdanke ihm mein Leben.

Ok, das sind subjektive Fakten.
Aber die Empirie in Form der Statistik ist wenigstens auf meiner Seite.

Ja, ich hab den Smilie gesehen ;)

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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von uage » Mo 29. Jan 2007, 23:41

red nosed renntier hat geschrieben:Hallo Steffen,
Mettwurstmädel hat geschrieben:und deswegen sollten wir uns nicht streiten.
ist für mich ne Diskussion und kein Streit.
Barus hat geschrieben:Und im Auto stecken unzählige Airbags
Erstaunlich dass es dennoch so viele Schädelhirntraumapatienten nach Verkehrsunfällen gibt. Defekte Airbags?
uage hat geschrieben:Danach fragt Ingmar ja nicht. Gefahr zu quantifizieren liegt im fern. Also mal die Wahrscheinlichkeit einer Schädelverletzung auf 1000 Betriebsstunden Radfahren und Autofahren zu schätzen und zu vergleichen.
Alles klar, es ist schlicht eine Risikoabwägung, bzw. gefühltes Risiko. Oder hast du Zahlen?
Ich hab das Gefühl mein Risiko ein SHT auf dem Rad zu bekommen ist viel niedriger als das von Autofahrern. Vielleicht fahr ich einfach besser Rad als Auto, und du andersrum? Aber ehrlich gesagt, bin ich auf diesem Diskussionsstrang ganz schwach auf der Brust. Ich denke auf die Zahlen kommt es hier auch weniger an: Entweder hilft ein Helm im Auto, und auf dem Rad. Dann ist es natürlich unvernünftig der Gesellschaft und der Freundin ;) gegenüber den nicht zu tragen, wenn das Risiko spürbar erhöht ist. Ob das Risiko nur extrem hoch, oder sehr hoch ist, wäre doch bei dieser Betrachtung egal.
Gebirgsrenner hat geschrieben:Wer einen Helm tragen will - bitte. Wer keinen Helm tragen will - bitte. Mir egal.
Mir auch. Sieht ja auch schick aus so ein Helm. Möchte niemand ausreden sowas zu tragen. Es geht mir nur darum zu zeigen, dass es mehr als genug Argumente gibt für Menschen die nicht an die Schutzwirkung glauben.
Wer nach den genannten Quellen seinen Helm noch vertraut. Schön. Hauptsache man fährt durch dieses Gefühl nicht eine Abfahrt etwas schneller als ohne oder näher an der Reifenhaftgrenze.
Und wie bei jedem Glauben, bin ich auch hier tolerant und sage: klar die Empirie und die Fakten sprechen dagegen, aber wer weiß, vielleicht habt ihr doch alle Recht.... ;)
Der Peso nimmts vorweg. Die Empirie, die Du herbeiredest gibts nicht. Es gibt weder für Befürworter noch für Gegner von Helmen "den Beweis".
Aber es gibt schon ein paar Strategien. Da sind es zumeist "ältere" Herren ( ;) ), die beweisen müssen, dass Helme nicht schützen. Ganz einfach, weil sie ihr halbes Leben mit Mütze bzw. ohne alles rumgefahren sind. So wie Amis und ganz alte Deutsche sich lange Zeit gegen Gurte werten. Ist doch ganz normal. Menschen handeln subjektiv rational. Soll heißen, wer ewig unfallfrei ohne Helm gefahren ist, füllt sich sicher. Was ich doof finde ist, dass Ingmar meint beurteilen zu können wie Helmfahrer radeln. Ich trage auf dem Rennrad immer Helm. Warum sollte ich deswegen riskanter fahren? Das ist der Normalzustand. Wenn ich mal keinen Helm hab fühl ich mich unwohl und denke die ganze Zeit drüber nach. Das kann auch nach hinten losgehen.
Also, wir werden hier keinen Empiriekrieg führen können. Es gibt doch gar keine Primärdaten, die ausschließlich dem Zweck dienen, die Sicherheit von Helmen zu prüfen. Außerdem spielen da so viele Sachen mit hinein. Ich sag nur all die Omis, die mit 5 km/h durch die Gegend rollen. Wenn die mal umkippen und sich den Oberschenkel brechen, steht dann in der Statistik "keine Schädelverletzung". Ganz ganz toll. Das beweißt natürlich, dass Helme nicht nötig sind.

Es gäbe da eine Methode um den Streit zu lösen:
Also:
1. Zwei Gruppen je 100 Personen (eine mit, eine ohne Helm bzw. die erstere mit Lederkappen)
diese vorzugsweise Berufsrennfahrer.
2. Dauer des Experimentes bis ausreichend viele und schwere Schädelverletzung ( :o könnte etwas dauern)

3. Statistische Kontrolle auf überzufällige Verteilung der Unglücke auf eine der beiden Gruppen.

Gute Nacht :-)

P.S.

Wer von euch hat schonmal einen zerstörten Radhelm gesehen?


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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Gebirgsrenner » Di 30. Jan 2007, 00:37

Ich habe schon einmal einen zerstörten radhelm gesehen. Und ich kann euch sagen, der sieht nicht schön aus. Wobei es mir lieber ist, der Helm ist im wortgewaltigen Arsch als das mein Kopf so zertrümmert ist wie der Helm...

Vielleicht vergessen wir bei dieser ganzen Diskussion eines: Nirgends gibt es eine uneingeschränkte Sicherheit, schon gar nicht beim Radfahren.
Es geht darum - Risiken zu minimieren. Und ich denke, dabei hilft ein Helm ziemlich gut.
Denn es ist durcheins ein Unterschied, bei Tempo 50 kopfsprunggleich dem Asphalt entgegenzustreben mit und ohne Helm.
Ohne Helm tut das nicht nur mehr weh.

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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von red nosed renntier » Di 30. Jan 2007, 05:12

@uage: Für mich ist jetzt Schluss mit der Diskussion. Über Fakten kann man ja noch diskutieren, wenn aber jemand sagt "ach diese Beweise, zählt doch nicht" und nicht mehr darauf eingeht und dann über Omas und alte Herren erzählt, wirds, sorry, Geschwurbel. Was soll man darauf noch sagen?
Kannst du belegen, dass Ältere seltener auf den Kopf fallen als ächte Rennradler?

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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Barus » Di 30. Jan 2007, 06:57

red nosed renntier hat geschrieben: Für mich ist jetzt Schluss mit der Diskussion.
:anbetung:

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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...

Beitrag von Mettwurstmädel » Di 30. Jan 2007, 08:21

Nur noch eins:

Mein erstes und letztes Schädel-Hirn-Trauma hatte ich nach dem Tool Konzert. Vom Headbangen... alles klar? Gut. Ende im Gelände.

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