TdF 2007 und Doping-Diskussion

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Floeri
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von Floeri » Mi 25. Jul 2007, 14:43

winni hat geschrieben:
Barus hat geschrieben:
winni hat geschrieben:Darüber sollten wir noch einmal kurz nachdenken in Anbetracht des unten stehenden Bildes :D
Darin würdest Du natürlich eine ganz andere Figur machen. :rotfl:
Wie meinen?
WAS MEINST DU, WIE TOLL DU TIEF-GEBRÄUNT DARIN AUSSIEHST :cool:

WINNIkurov wäre neidisch :rotfl:


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Frank
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von Frank » Mi 25. Jul 2007, 17:05

peso hat geschrieben:
winni hat geschrieben:...obwohl zwei positive Proben bei zwei Etappensiegen schon eine hohe Quote sind...
Und nicht etwa für die Güte der Tests sprechen, sondern eher für ein Mißgeschick auf der Seite von V.
naja, Peter, die Nachweisverfahren an sich funktionieren schon, es wird nur nicht flächendeckend und vor allem nicht intelligent genug getestet. Damit meine ich, dass man sich die Rennpläne der Fahrer anschaut und sie bis zum Abwinken in der Vorbereitung durchleuchtet. Bei Sinkewitz hat es ja funktioniert. Und Rasmussen ist sowohl vom mexikanischen Verband und nun auch in Monaco nicht einmal getestet worden. Der sagt ja nicht mal, wo er ist, was von den zuständigen Stellen ja dann aber auch nicht streng genug geahndet wird.
Die Tour oder die UCI müssten ihn eigentlich sofort aus dem Verkehr ziehen, aber da hat man Angst vor einer juristischen Auseinandersetzung. Das ist ja das Schlimme, man hat positive Tests (A- und B-Probe) wie bei Landis, und man diskutiert über das Messverfahren. Oder schau dir Petacchi an, wieso wird der nicht gesperrt?
Es könnte sein, dass Rasmussen ja der neue Armstrong ist. Da gab es auch immer genug Indizien, aber man hat ihn nie überführen können.
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von peso » Mi 25. Jul 2007, 17:21

Frank hat geschrieben:naja, Peter, die Nachweisverfahren an sich funktionieren schon...
Daß sie biochemisch funktionieren, glaube ich gerne.

...es wird nur nicht flächendeckend und vor allem nicht intelligent genug getestet.
Ich behaupte, es gibt seitens der UCI kein Interesse, Fahrer auch positiv zu testen. Dazu gehören die angesprochene Testintellligenz, Vorwarnzeiten für die Fahrer, unter den Labortisch verschwundene Proben, Möglichkeiten der Nachdatierung von Testaten (Armstrong), fehlende Aufsicht bei den Tests mit der Möglichkeit zum Austausch von Urin etc.

Bei V. ist es auch möglich, daß er das Nachweisfenster für seine Manipulation falsch eingeschätzt hat. An eine "Verzweiflungstat" glaube ich nicht. Dafür fährt er schon viel zu lange und vor allem auch dieses Jahr schon auf hohem Niveau, als daß er sich kurzfristig zur Blupanscherei entschlossen hätte. Und bisher ist er eben noch nie aufgefallen.
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von Gebirgsrenner » Mi 25. Jul 2007, 17:24

Frank hat geschrieben:Die Tour oder die UCI müssten ihn eigentlich sofort aus dem Verkehr ziehen, aber da hat man Angst vor einer juristischen Auseinandersetzung.
Und das zeigt doch noch, was für herren bei der uci das sagen haben. aus angst vor irgendwelchen juristischen auseinandersetzungen treiben sie den sport mit schmackes in den abgrund, ihr geht gerade auch das letzte bisschen glaubwürdigkeit verloren. und ich weiss nicht, was ich von den franzosen halten soll, wenn sie am sonntag einem rasmussen zujubeln, der nachgewiesen (hier verweise ich auf die sz von heute) lügt, dass die balken sich biegen; wenn sie einen contador bejubeln, der seinen paltz auf der fuentes-liste hatte und über nacht davon verschwand....

ich glaube, sie tragen in frankreich gerade den radsport zu grabe. und das monument tour de france gleich mit.

Ich fahre...

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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von Barus » Mi 25. Jul 2007, 17:24

Und es geht munter weiter. Mal sehen, wie viele überhaupt noch in Paris ankommen...

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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von Frank » Mi 25. Jul 2007, 18:29

Gebirgsrenner hat geschrieben:ich glaube, sie tragen in frankreich gerade den radsport zu grabe. und das monument tour de france gleich mit.
es heißt ja immer, sie feiern die TOUR, da scheint es egal zu sein, wer da fährt und ob er vollgepumpt ist oder nicht.
Obwohl, heute sollen sie ja den Rasmussen ausgepfiffen haben. :pfeif:
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von Frank » Mi 25. Jul 2007, 18:37

peso hat geschrieben:Bei V. ist es auch möglich, daß er das Nachweisfenster für seine Manipulation falsch eingeschätzt hat. An eine "Verzweiflungstat" glaube ich nicht. Dafür fährt er schon viel zu lange und vor allem auch dieses Jahr schon auf hohem Niveau, als daß er sich kurzfristig zur Blupanscherei entschlossen hätte. Und bisher ist er eben noch nie aufgefallen.
es ist sicher zweifellos richtig, dass V. schon jahrelang manipuliert hat (s. Jaksche-Interview), aber trotz allem würde ich schon denken, dass er nach dem Einbruch in den Alpen es noch mal allen zeigen wollte

was ja auch bezeichnend ist, ist diese (gespielte) Empörung bei seinem Team, Manager usw. Sich fremdes Blut reinzuspritzen kann man nicht allein machen. Das muss ja auch irgendwo herkommen??? Irgendwer muss es reinspritzen, das dauert ja auch, und das ganze Equipment.... und da will keiner was gesehen haben?
Heute habe ich gelesen, dass auch Marcus Burghard von Rominger gemanaged wird :o
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von peso » Mi 25. Jul 2007, 18:40

Frank hat geschrieben:Heute habe ich gelesen, dass auch Marcus Burghard von Rominger gemanaged wird :o
Ja. Und auch nicht gerade unerfolgreich, der Gute.

Es ist leider so: Leistung ist der beste Dopingindikator, den wir haben.
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von peso » Mi 25. Jul 2007, 22:17

Das Hühnchen draußen. Contador als Toursieger? :meise:
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Re: TdF 2007 und Doping-Diskussion

Beitrag von diamant » Mi 25. Jul 2007, 22:20

peso hat geschrieben:Wenn ich mir das anschaue: Soler bricht Pantanis Rekord am Galibier,
Kommt auch auf die Bedingungen an, unter denen die Zeiten gefahren wurden (Witterungsbedingungen; Taktik, mit der zu Beginn in den Berg reingefahren wurde).
Merkwürdig ist das indes schon.

peso hat geschrieben:Rasmussen und Contador fahren die Berge reihenweise 1-2 min schneller hoch als damals Armstrong, Basso und Co., was auch bedeutet, daß Evans, Leiphemer, Boogerd sich in etwa auf dem Niveau von Armstrong bewegen...
Ich hab' ja nicht alles komplett verfolgt, aber "reihenweise" :tja: ?
Nunja, merkwürdig wäre auch das. Boogerd hatte glaubich auch meistens mehr als 1-2min Rückstand; auffällig ist allerdings, wie er das Tempo lange Zeit hochhalten kann zu "Beginn" der Anstiege.

peso hat geschrieben:Voigt gehört inzwischen zu den besten 30 Bergfahrern der Welt...
Weil immerhin ein beachtlicher Teil der Fahrer aufgehört hat mit Dopen (oder gleich gar nicht am Start war), so daß Voigt dadurch ohne weiteres Zutun weiter vorn landet :gruebel: ?

Dummerweise ist es auch so, daß kein Fahrer einfach so seine Unschuld beweisen kann (wie auch?), selbst wenn er unschuldig ist.
Was ich nicht so recht verstehe:
Rasmussen z.B. wird doch eigentlich jeden Tag getestet (Contador nicht?); irgendwann müßte der doch nun bei der Vielzahl der Tests längst positiv gewesen sein :gruebel: ?
Ich bin alt, zahlt mir gefälligst was!

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