peso hat geschrieben:Ich muß dieses Jahr noch mal ein Rennen gewinnen, damit ich dieses bekloppte Kapitel Radsport in meinem Leben endlich abschließen kann...
10.4. - Elbaueradrennen in Klöden
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Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
Geiles Zitatpeso hat geschrieben:
Ich muß dieses Jahr noch mal ein Rennen gewinnen, damit ich dieses bekloppte Kapitel Radsport in meinem Leben endlich abschließen kann...
Go Hard or Go Home!
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Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
@ Barus
Das "Barus" stand doch eindeutig im Dativ.
Das "Barus" stand doch eindeutig im Dativ.
Reißbrett 2016
"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)
"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
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Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
und ich dachte ich komme gar nicht mehr so hoch mit dem puls
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Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
Witzige Veranstaltung. Die ersten 3 Runden braucht man, um die Windkanten und die Strecke zu studieren. Dann kann man "energiesparender Fahren" und auch mal (kurz) nach vorne schauen. Einige Streckenabschnitte waren etwas eng und in der letzten Runde gabs kurz vor mir schließlich doch noch einen Sturz. Im Feld mitfahren war für mich ok. Die meiste Kraft lässt man, um Löcher zu zu fahren, wenn vor einem die Leute in den engen Passagen wegplatzen oder wenn man vorn in die Windkante wechselt und niemand einem wieder einreihen lässt...
Für eine Wohnwagen-Abhol-Aktion, wars ok. Verpflegung und Organisation hat auch gestimmt.
Für eine Wohnwagen-Abhol-Aktion, wars ok. Verpflegung und Organisation hat auch gestimmt.
"will halt auch dabeigewesen sein"-Fahrer 
Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
sippe hat geschrieben:Die meiste Kraft lässt man, um Löcher zu zu fahren, wenn vor einem die Leute in den engen Passagen wegplatzen oder wenn man vorn in die Windkante wechselt und niemand einem wieder einreihen lässt...![]()
das kommt von alleine, wenn man soetwas öfter macht, aber das willste ja nicht, un in göttingen sind genug, an die man sich halten kann
- peso
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Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
Nö, am Ende lernt man noch was dabei.Charlie hat geschrieben: Barus, reden wir einfach nicht mehr drüber!
Die Kurven sind leicht geglättet. Die gestrichelte Linie markiert Barus' FTP bei 260 W.
Gesamte Strecke
13,7 km / 20 min
AP 252 W / NP 277 W / IF 1.069 / TSS 38,3
1. Runde
06:43 min / AP 261 W
Gleich nach dem Start 11 Sekunden mit 577 W. Da wird man gleich warm, nachdem wir fast 15 Minuten zitternd den Nachwuchsheroen bei ihrem Rennen zugesehen und verstohlen auch mal zu Ete Zabel aus dem Augenwinkel geblickt hatten.
Bis zur ersten Kurve auf dem Gegenwindstück dann kein Problem bei 235 W über 02:12 und nur leichten Ausschlägen im Positionskampf.
In der Rechtskurve fällt das Tempo auf 26 km/h. Die Beschleunigung auf 50 km/h kostet Barus einige Körner bei 447W über 30 Sekunden (maximal 890 W).Auf dem schmalen Sträßchen bleibt die Geschwindigkeit bei etwa 45 km/h - auf etwa der Hälfte schlängelt sich der Asphalt um einen offenbar immens wichtigen Weißdornbusch und erklärt das kurzzeitige Abfallen von Trittfrequenz und Leistung.
Die nächste 90-Grad-Kurve. Erneut fällt das Tempo um 20 km/h, wieder sind es > 400 W für etwa 20 Sekunden, um auf weiterhin schmaler Strecke bei etwa 38 km/h im Feld zu bleiben. Es ist schwierig, hier Windschatten zu bekommen, aber Barus macht das ganz gut und fährt mit lediglich 190 Watt im Schnitt bis zur nächsten Kurve.
Nach der letzten 90-Grad-Kurve und der kurz darauf folgenden weniger spitzen Zielkurve muß Barus noch einmal 413 W für 12 Sekunden auf die Pedale bringen, um das Feld zu halten.
2. Runde
06:45 min / AP 231 W
Es entfällt der Sprint nach dem Start, aber bereits vor der ersten Kurve - der Wind kommt von links vorne - befindet sich Barus auf der falschen Seite des Feldes. Das Ergebnis - 26 Sekunden bei 408 W. Keine Minute später die Kurve und das gewohnte Antreten mit > 800 maximal. Jetzt hat Barus auch Pech an der "Verschwenkung" - das Tempo fällt deutlich, und er muß erneut fast 20 Sekunden mit 350 W den Vorderleuten hinterher. 40 Sekunden später dann die Rechtskurve und das übliche Beschleunigen.
Das waren vier Höchstbelastungen innerhalb von drei Minuten. Keine Chance, sich von diesen Ausflügen in den "sauren" Breich zu erholen. Die Durchschnittsleistung war zwar niedriger als in der ersten Runde, aber sie war mit Sicherheit anstrengender.
3. Runde
Dritte Runde
06:45 min / AP 265 W
Ok, man mußte also in der Vorrunde schon mehrfach deutlich über die Schwellenleistung und hat jetzt erneut vor der ersten Rechtskurve das Problem, sich auf der falschen Straßenseite im Wind zu befinden. Diese 57 Sekunden bei 344 W sind sicher der Knackpunkt im Rennen. Hätte sich Barus hier erholen können und nicht etwa 100 W über der Schwellenleistung fahren müssen, wären ihm die folgenden Abschnitte sicher deutlich (Ok, etwas...) leichter gefallen. Denn auch auf dem schmalen Rückenwindabschnitt muß Barus fast die gesamte Zeit über 260 W fahren...er droht, den Anschluß zu verlieren. Dann die nächste 90-Grad-Rechtskurve - ein harter Versuch bei 447 W über 24 Sekunden, um den Vordermann zu erreichen. Aber vergebens. Die Leistung pendelt sich sofort bei der Alleinfahrt bis ins Ziel an der Schwelle ein.
Was lernen wir daraus? Die 20 Sekunden bei 150% der FTP sind an sich nicht das Problem, aber es fehlt einfach die Zeit, um sich von diesen kurzzeitigen Belastungen zu erholen. Die anaerobe Kapazität oberhalb der FTP ist wie ein Bankkonto, von dem man bei Bedarf etwas abheben kann - nur, um im Bild zu bleiben, fällt das Abheben wesentlich leichter als das Einzahlen, und dann ist der "Spaß" recht schnell vorbei.
Eine hohe aerobe Fitness, eine hohe FTP, hilft also gleich zweifach.
1. Man muß seltener und weniger deutlich oberhalb der eigenen Schwelle fahren, wenn nach Kurven, im Gegenwind etc. die Leistungsanforderungen steigen.
2. Man erholt sich von diesen "Ausflügen" über die FTP besser und schneller.
Liegt die eigene FTP deutlich unter den Werten der Gegner, helfen lediglich taktisches Gespür und etwas Glück, um nicht aus dem Rennen zu fallen.
Reißbrett 2016
"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)
"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)
"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
peso hat geschrieben:Nö, am Ende lernt man noch was dabei.Charlie hat geschrieben: Barus, reden wir einfach nicht mehr drüber!
das war nicht böse gemeint, ihm ging es ja auch nicht sonderlich gut
schick ausgewertet.
wieso habe ich nicht so ein spielzeug...
Re: 18.04. - Elbaueradrennen in Klöden
Ich steh auf den ganzen Technik-Krims-Krams, dass ist genial, was alles ausgewertet und darstellbar ist.Barus hat geschrieben:Die Animation.
