... halt wegen des Übergewichts, dass kenne ich.Winni hat geschrieben:Mensch Jann!
http://de.eurosport.yahoo.com/17102009/ ... entes.html
Kein Abschluß...
Re: Kein Abschluß...
Ne Fettabsaugung wär aber billiger gewesen und man hätte noch Biosprit aus der Spendermasse machen können 
Re: Kein Abschluß...
Gegen Floydi Baby wurde in Frankreich ein Haftbefehl, wegen der mutmaßlichen Hackerattacke auf das "ihn betreuende" Anti-Doping-Labor, ausgestellt. Mal sehen ob die USA ihn an Frankreich ausliefern 
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Re: Kein Abschluß...
Ein ganz bemerkenswertes Interview mit Thomas Frei: Klick.
Reißbrett 2016
"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)
"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
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Re: Kein Abschluß...
Ohne Mist, dass ist der erste Doping-Überführte, welcher für mich wirklich authentisch ist!

- mi67
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Re: Kein Abschluß...
Und dennoch steckt auch er noch in der Zwickmühle aus Ehrlichkeit und Wiedereinstigswunsch!Chelm hat geschrieben:Ohne Mist, dass ist der erste Doping-Überführte, welcher für mich wirklich authentisch ist!
Im Rennrad-News-Forum schrieb ich hierzu in einem Thread, der behandelte, wie sich ein "erwischter" Profi-Sportler verhalten solle:
"Problem ist, dass die jetzigen juristischen Maßnahmen noch lange nicht genügend das Austrocknen der organisierten Strukturen befördern. Der Grund dafür ist leicht zu benennen: jeder Dopingsünder, der nach seiner 2-Jahressperre ein Comeback erwägt, wird heutzutage einen Teufel tun, die echten Hintergründe offen darzulegen. Er verbleibt also in einem Interessenskonflikt, den es aufzuheben gilt.
Ohne Hintergrund-Aufdeckung muss daher eine Sperrfrist so gewählt werden, die dem Sportler die professionelle Karriere zuverlässig verhagelt, was in meinen Augen 8-10 Jahre wären. Nur wenn er genau weiss, dass ohne ermittlungsfeste Offenlegung jede Chance der Rückkehr unweigerlich erlischt, wird er plaudern. Das Gesagte bietet dann genügend Substanz, um im Rahmen von Folgeermittlungen den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, Hintermänner zu identifizieren, Geldströme nachzuverfolgen, ... um bei Widersprüchen nachzuhaken und Lügenmärchen zu entlarven. Wurden nicht die echten Hintergründe offenbart, dann ist eine strafrechtliche Verfolgung mit dem Tatbestandsverdacht des Betrugs und der Verschleierung von Straftaten einzuleiten.
Mit hinreichender Hintergrund-Aufdeckung sollte man im Rahmen der Langfristsperre nach 2 Jahren überprüfen, ob die Restsperre zur Bewährung aufgehoben werden kann - dies natürlich nur dann, wenn die bis dahin verfügbaren Informationen mit den ursprünglichen Erklärungen weiterhin übereinstimmen.
Das Problem mit der 2-Jahressperre ist, dass im klassischen Strafrecht ein Urteil wegen einer Straftat nicht nachträglich verschärft werden kann, selbst wenn die Einlassungen des Beklagten zum Zeitpunkt der Verhandlung "unvollständig" waren. Lediglich ein neuer Straftatbestand könnte zu erneuter Bestrafung führen - und der wäre nicht gegeben. Also ist eine Strafverschärfung mit Möglichkeit der Bewährungsaussetzung eines Strafanteils hier passend: "ehrliche Sünder" verlieren keinen Tag mehr als bislang und taktische Systemtäter laufen ein sehr hohes Risiko, ihre berufliche Laufbahn nie wieder verfolgen zu können."
s.: http://www.rennrad-news.de/forum/showpo ... ostcount=9
Einen Dealer im Falle eines Falles nicht zu verpfeifen, ist ebenso ehrenhaft, wie das Ehrenwort von Herrn Dr. Kohl bez. der Parteispendenaffaire. Ein Paar Hirnwindungen muss man nun mal trotz Berufs-bedingter Hypoxie auch im Vorfeld bemühen, um die eigene Gangart unter einen konsistenten Nenner zu bringen! Insofern ist mein Mitleid gegenüber all jenen, die ihr Hinterland nicht ausreichend beleuchten, auch nur begrenzt. Ehrlichkeit unter Vorbehalt und Tränenfluss reichen alleine nicht aus, um *real* etwas auf dieser Bühne zu verändern.
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Re: Kein Abschluß...
Ich finde die Überlegung gar nicht schlecht. Allein...
a) Sind solche langen Sperren nach meinem laienhaften Rechtsverständnis vermutlich nicht durchsetzbar.
b) Ist dem geständigen Doper die Karriere auch und erst recht nachhaltig verhagelt. Das zeigen ja alle Fälle der "Plaudertaschen" in den letzten Jahren.
Es ist und bleibt für den einzelnen Radsportler ein klassisches Gefangenendilemma. Und wie sich das eben so verhält, mit den Dilemmata...die Auflösung will nie so recht gelingen.
Chelm hat mit "authentisch" schon den richtigen Begriff gewählt, denke ich.
a) Sind solche langen Sperren nach meinem laienhaften Rechtsverständnis vermutlich nicht durchsetzbar.
b) Ist dem geständigen Doper die Karriere auch und erst recht nachhaltig verhagelt. Das zeigen ja alle Fälle der "Plaudertaschen" in den letzten Jahren.
Es ist und bleibt für den einzelnen Radsportler ein klassisches Gefangenendilemma. Und wie sich das eben so verhält, mit den Dilemmata...die Auflösung will nie so recht gelingen.
Chelm hat mit "authentisch" schon den richtigen Begriff gewählt, denke ich.
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Re: Kein Abschluß...
Schön und gut. Ich bezweifle jedoch, selbst wenn du die Sportler dazu kriegst,Ihre Dealer zu nennen das du damit auch gleichzeitig den Radsport sauberer machst.Kaufen Sie "es" halt beim nächsten.......
Mitleid habe ich auch keines ,authentisch klingts für mich aber auch.
Mitleid habe ich auch keines ,authentisch klingts für mich aber auch.
Re: Kein Abschluß...
mitleid habe ich ebenfalls keines, aber verständnis.crishi hat geschrieben:Mitleid habe ich auch keines ,authentisch klingts für mich aber auch.
er hat so ziemlich 1:0,9 meine bisherige meinung über den profiradsport beschrieben^^
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Re: Kein Abschluß...
@ a): Wenn ich in meiner beruflichen Tätigkeit vorsätzlich täusche und Mist mache, dann bin ich lebenslang gesperrt! Nur so viel zum Punkt "nicht durchsetzbar".peso hat geschrieben:a) Sind solche langen Sperren nach meinem laienhaften Rechtsverständnis vermutlich nicht durchsetzbar.
b) Ist dem geständigen Doper die Karriere auch und erst recht nachhaltig verhagelt. Das zeigen ja alle Fälle der "Plaudertaschen" in den letzten Jahren.
Es ist und bleibt für den einzelnen Radsportler ein klassisches Gefangenendilemma. Und wie sich das eben so verhält, mit den Dilemmata...die Auflösung will nie so recht gelingen.
@ b): Du beschreibst den "ist-Zustand" - und rechtfertigst mit seiner Existenz die Unabdingbarkeit seiner Aufrechterhaltung? Das ist mir zu resignativ! Etwas visionär müsste man schon sein, wollte man etwas zum besseren wenden.
@ Dilemma: ich beschrieb ja gerade den Weg heraus aus diesem Dilemma. Nur wenn der Fahrer weiss, dass er anders nicht mehr zurück ins Geschäft kommen kann, entfällt die Option des schweigenden Strafabsitzens als eine Erfolg versprechende Variante - also kein Dilemma mehr, welches auf der falschen Seite zu gewinnen wäre. Bei dieser "Waffenverschärfung" kann die falsche Seite, also "das Millieu", auch nicht mehr mitziehen; dafür ist das Millieu zum Glück (noch) nicht hinreichend gewaltbereit.
Erst wenn jeder jeden beschuldigt und vor lauter Plauderei die Ermittler kaum mehr nachkommen, hat man die Schwelle zum Ausmisten des Radsports überschritten. Dass Dealer im Handumdrehen durch andere Personen ersetzt werden könnten, trifft nicht für alle Dopingstrategien zu - Epo gibt es nicht an jeder Strassenecke! Die Vertriebskanäle müssten freilich auch tief durchleuchtet werden - von beiden Seiten her (Dealer und Hersteller). Erst wenn die Leiter der Dialyse-Praxen bemerken, dass der Abverkauf von Epo an Dealer zu Besuchen der Männchen in Grün führt, dann dürfte auch diesen raffgierigen Handlangern der Ar*** auf Grundeis gehen.
Was den Anabolika-Mißbrauch (Testogel-Pflaster, ...) angeht, helfen nur unangekündigte Trainingskontrollen. Im Rennen nur die Dümmsten so deppert, ihre Werte nicht im Griff zu haben. Wiederum würde es zentral sein, die Vertriebskanäle zu benennen, denn die Regelungen des Arzneimittelgesetzes sind hinreichend: eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren steht auf das Inverkehrbringen von Dopingmitteln im Sport, deren Verschreibung oder deren Anwendung an Anderen. Dringt man in den Vertriebskanälen bis zu den verteilenden Stationen des "Gesundheitswesens" vor, so sind auch hier Berufsgenehmigungen (lebenslang!) zu entziehen.
Freund der vertieften Atmung
