10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

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sippe
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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von sippe » Mo 12. Apr 2010, 12:12

Naja, Sinn der Sache ist das nicht, dass man "ausgeruht" vom Rennen kommt. Es war aber schwer abzuschätzen, ob man sich Körner aufhebt um auf Tempoverschärfungen reagieren zu können oder ob die Form reicht, selbst Akzente zu setzen ...
"will halt auch dabeigewesen sein"-Fahrer :-D

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mi67
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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von mi67 » Mo 12. Apr 2010, 12:59

sippe hat geschrieben:Naja, Sinn der Sache ist das nicht, dass man "ausgeruht" vom Rennen kommt. Es war aber schwer abzuschätzen, ob man sich Körner aufhebt um auf Tempoverschärfungen reagieren zu können oder ob die Form reicht, selbst Akzente zu setzen ...
Ich finde, man sollte in einer solchen Situation durchaus versuchen "vorn spielen zu gehen". Da Charlie bereits vorn raus war, hast Du richtig getan, ruhig zu bleiben. Besonders (über)eifrige Teammitglieder reihen sich dann dennoch vorn im Feld mit ein und lassen in Führung einfach immer mal wieder 2-3 Tritte aus, um das Nachführtempo zu verschleppen. Ich mag so etwas persönlich zwar nicht, aber diesen Fall sollte man als gemeldetes Team zumindest mal im Vorfeld angesprochen und entschieden haben - habt Ihr ja vielleicht auch. Dein Moment hätte nur dann geschlagen, wenn Charlie noch in der vorletzten oder zu Beginn der letzten Runde eingeholt worden wäre und dann das Tempo kurze Zeit verbummelt wird. In diesem Moment muss Teammitglied Nr. 2 springen.

Eigentlich hättest Du als erster z.B. in Runde 11-12, Charlie dann erst als zweiter gehen müssen. Ja, so etwas sagt sich immer so leicht ... daher einfach nochmal von meiner Seite an Euch beide: :hut:
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peso
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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von peso » Mo 12. Apr 2010, 13:15

Letzte Runde

Zum Beginn der letzten Runde hatte Charlie noch einen Vorsprung von etwa 15 Sekunden. Kurz nach der Zieldurchfahrt erkennen wir einen deutliche Tempoverschärfung des Feldes von 34 auf über 50 km/h, für die Boris in einer der vorderen Positionen 621 W über 20 Sekunden leisten muß. Das Tempo bleibt relativ hoch, aber trotz der "Jagd" auf Charlie ist die 15. Runde nicht die schnellste des gesamten Rennens. Das Feld befindet sich jetzt auf dem schmalen Pfad im Seitenwind, und erneut wird das Tempo erhöht. Boris geht mit 638 W über sieben Sekunden mit. Dann die Rechtskurve in den Gegenwind, das übliche Antreten nach der Kurve und ein "Scheinangriff", noch bevor Charlie wirklich in Reichweite ist. Boris kontert mit 723 W über 8 Sekunden. Bei 01:45:20 sprintet Fischer die wenigen Meter auf Charlie zu und hat dabei vier, fünf Leute, die seiner Aktion folgen. Boris wird überrascht und tritt in den nächsten 20 Sekunden unentschlossene 575 W im Sitzen. Als Boris in die Zielkurve fährt, ist das Rennen bereits entschieden, die letzte Leistungsspitze mit 729 W über sieben Sekunden erbringt Boris wiederum im Sattel.
runde_15.gif
Dies und Das

Die Durchschnittleistung (AP) für das gesamte Rennen betrug 238 W. Durch die vielen Tempowechsel, die "stochastic nature" des Rennradfahrens, ist diese allerdings nicht unbedingt ein geeigneter Indikator für die individuelle Belastung des Fahrers. Fährt man eine Minute mit 500 W und die zweite mit 0 W, dann ergibt das eine AP von 250 W über zwei Minuten. Aber es stimmt sicher jeder zu, daß diese "Einheit" deutlich schwerer zu fahren ist, als wenn man die 250 W gleichmäßig über zwei Minuten erbringen würde. Die normalisierte Leistung (NP) ist eine Schätzung der Leistung, die man bei gleichmäßiger Fahrt über den entsprechenden Zeitraum und mit der gleichen resultierenden Erschöpfung hätte erbringen können. (Genauer hier). Die NP über das gesamte Rennen betrug 289 W - das ergibt einen Variabilitätsindex (VI) von 1.21, der typisch für Massenstartrennen erscheint. Die NP über eine Stunde innerhalb eines schweren Rennens ist ein sehr guter Prädiktor für die Stundenleistung (FTP) eines Fahrers. In Klöden betrug diese NP über die schwerste Rennstunde 297 W. In der Folge haben wir die FTP von Boris etwa nach oben korrigiert. :)

Letztes Jahr

Mal ein Vergleich der ersten Runde von 2010 mit der Aufzeichnung von Barus aus dem letzten Jahr.

1. Runde

2009 / 00:06:43 / 261 W
2010 / 00:07:33 / 248 W
barus.gif
Der Start verläuft in Leistungsabgabe und Geschwindigkeit ähnlich, bis zur ersten Rechtskurve auf den Feldweg ist Boris allerdings deutlich unrhythmischer (und auch auf der falschen Seite des Feldes) unterwegs. Die Kurven verlaufen bis zur nächsten Rechtskurve auch in etwa parallel, dann allerdings sehen wir die Erklärung für den deutlichen Zeitunterschied. Im Gegenwind "schleicht" die 2010er Ausgabe der Zielkurve entgegen, während im Vorjahr - ich erinnere mich gut - schon in der ersten Runde sehr schnell gefahren wurde. Für die fast 50 Sekunden schnellere Runde gegenüber 2010 benötigte der (deutlich leichtere) Barus lediglich 13 W mehr als Boris. Ein Ergebnis der unterschiedlichen Fahrweise bzw. Position im Feld und der natürlich nicht identischen Windverhältnisse.

Auch die nächsten beiden Runden waren 2009 mit jeweils 00:06:45 schneller als in diesem Jahr.
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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von Charlie » Mo 12. Apr 2010, 13:40

vielleicht sollte ich meinen angriff ganz kurz erklären!

ganz kurz nur!!

ich wollte in der Kurve 250m später vorne sein,
weil ich die beiden runden davor hinten echt kämpfen musste, Lücken "zusprinten" weil Fahrer reißen ließen,....
und wir alle wissen, vorne fährt es sich einfacher als hinten.
ich bin nicht aus dem feld gesprintet oder so, ich bin einfach nur vorne gefahren und hab einen runter geschaltet und die TF gehalten. Was sollte ich den machen, als ich gesehen habe, oh, da ist ein Loch. daher die kurze "pause" in runde 12. ich hab überlegt, durchziehen oder nicht!

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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von Floeri » Mo 12. Apr 2010, 15:07

Ich finde, man sollte in einer solchen Situation durchaus versuchen "vorn spielen zu gehen".
:D Tja, mit den Hühnern auf der Stange, die dabei waren, ist "spielen" eine schöne Umschreibung. Erstens hätten die gar nicht die Teamzusammengehörigkeit von Sippe zu RV Zwenkau gekannt und zweitens würden UNIVEGA, DKV, Picadellics, Levrier, RSG Muldental, sowie Vfl Wob u.a. jeden wilden Ausreißer flugs wieder einholen, der da mal so versucht mit denen zu "spielen" ;) . Allein die Tempoverschärfung des Feldes auf 50km/h besagt ja ziemlich eindeutig, wann die Fahrer die "Spielerei" von Charlie nicht mehr gut fanden. Da waren bestimmt 6 Fahrer dabei, die weit vorn bei jedem JMRennen dabei sind, v.a. gab es kaum "normale" Hobbyisten, sondern eigentlich nur C-Luschen, die sich dort ausgetobt haben. Wenn Loreck allein vorne rausgegangen wäre, ja dann :idee: ja dann :hut: hätte die RRL mit 50km/h hinterherdüsen müssen, was ja auch ein geiles "Wieselspiel" gewesen wäre.

Die Jungs spielen wenn mit dem Rest des Starterfeldes...wenn sie den Lust darauf haben :pfeif: .... und das haben sie dann leider mit dem Charlie getan :zeter:

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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von peso » Mo 12. Apr 2010, 15:19

Hmm...

Die Besetzung war erstklassig. Levrier, Univega und DKV mit starken Leuten, die - wenn sie es denn wollten - auch mit Lizenz schnell die C-Klasse hinter sich lassen würden. Die ersten 10 Runden wurde viel und hart attackiert - aber vor allem Levrier fuhr die ernsten Angriffe wieder zu. Dann schleicht sich Charlie eher unfreiwillig weg, und der Rest des Feldes scheint zufrieden. Das Rennen war bisher hart, alle großen Teams haben einen sprintstarken Mann dabei, und ein einzelner Fahrer läßt sich ganz gut kontrollieren. Allerdings schläft das Tempo im Feld dann doch etwas zu sehr ein und ist Charlie allein dann doch stärker, als man es vermutet hatte. 40 Sekunden Vorsprung wollte man ihm bestimmt nicht geben. Am Ende hätte man sich beinahe, aber eben wirklich nur fast, verspekuliert.

Vor dem Rennen hätten MC Chelm und Peso bei der individuellen Stärke einiger Fahrer nie mit einer Sprintankunft gerechnet, aber da neutralisierte man sich im Rennverlauf eifrig gegenseitig.

Daß allerdings einige Leutchen glauben, ein 30 Mann starkes Jedermannfeldchen nur mithilfe des Sprechfunks (!) kontrollieren zu können, ist schon Ausweis einer seltsamen Entwicklung im Jedermannsport.
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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von boris » Mo 12. Apr 2010, 16:08

:D Der Sprechfunk war echt der Hammer :D

Ich hatte eigentlich in fast jeder Runde so nen Spezialisten vor mir...
"Hier vorne alles SAVE" / "Wenn du gehen kannst zieh durch..." / "Lass den ruhig...der stirbt eh...."

Das war schon was.... :lol:

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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von Charlie » Mo 12. Apr 2010, 16:26

würden wir doch auch machen!

"ich bin im arsch" (wo oft hab ich das gesagt Boris?)
"ich doch och"
"ich will sprinten" :D

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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von boris » Mo 12. Apr 2010, 16:45

Klar würden wir das machen :D

Aber im Unterschied zu andern Teilnehmern des Rennens, wären wir nicht solche "Dauer-Oben-Flug-Fahrer" :nawarte:

Und dafür das wir nur zu dritt im Feld waren - haben wir es doch auch ganz gut ohen Funk krachen lassen.
Next time bin ich auf jeden Fall böser im Rennen und starte selber am Ende den Sprint ;-)

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Re: 10.4. - Elbaueradrennen in Klöden

Beitrag von zoro » Mo 12. Apr 2010, 16:49

Funk im Hobby-/Jedermannrennen? :denk:
Klar, bei dem riesigen Starterfeld...
Viele Grüße

René

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