Achmi67 hat geschrieben:Bin ja selber eher auf der "scharfen Seite", aber der Fall Pechstein zeigt: es sollte zumindest bei der Indizienbeweisführung ein Restmisstrauen auch gegenüber dem Verfahren als solchem geäussert werden. Zumindest die Aussage "des Dopings überführt" sollte m.E. nur dann Anwendung finden, wenn auch tatsächlich die Dopingsubstanz als solche nachgewiesen werden konnte. Auffällige Blutwerte mögen in der Mehrzahl der Fälle Ausdruck eines (gut kaschierten) Dopings sein, aber die Beweiskraft ist nun mal keine absolute. Der nette Begriff der "Schutzsperre" ist da schon sehr fein gewählt.
Kein Abschluß...
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Re: Kein Abschluß...
wie man hier sehr schön sehen kann: http://www.claudia-pechstein.de/doping/Arzt-Tabelle.pdfFloeri hat geschrieben:Achmi67 hat geschrieben:Bin ja selber eher auf der "scharfen Seite", aber der Fall Pechstein zeigt: es sollte zumindest bei der Indizienbeweisführung ein Restmisstrauen auch gegenüber dem Verfahren als solchem geäussert werden. Zumindest die Aussage "des Dopings überführt" sollte m.E. nur dann Anwendung finden, wenn auch tatsächlich die Dopingsubstanz als solche nachgewiesen werden konnte. Auffällige Blutwerte mögen in der Mehrzahl der Fälle Ausdruck eines (gut kaschierten) Dopings sein, aber die Beweiskraft ist nun mal keine absolute. Der nette Begriff der "Schutzsperre" ist da schon sehr fein gewählt.![]()
, die gute Frau kann wirklich nichts dafür, dass Ihre Werte genau an den Renntagen so hoch waren. DAs ist "wirklich" eine "Krankheit" und krank zu glauben, dass die Frau jemals clean war
letzte Seite, in Hamar, Retikulozyten immer über 3 sonst zwischen 1 und 2
es ist doch klar, dass man als Athlet zunächst die Messverfahren anzweifelt, das ist legitim, das haben viele andere davor auch getan, die es nicht wahrhaben wollten (Herr Landis, nur als Beispiel); Autofahrern, die geblitzt wurden, wird ja auch empfohlen, die Genauigkeit des Blitzgeräts anzuzweifeln
unser Labor nimmt regelmäßig an externen Qualitätsicherungen teil, daher würde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, dass die Befunde, die wir rausgeben, korrekt sind
Fehler passieren überall, davor ist niemand geschützt, aber passieren diese Fehler immer nur, wenn berühmte Sportler getestet werden???
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Re: Kein Abschluß...
1. habe ich nicht den Blickwinkel des Sportlers eingenommen.Frank hat geschrieben:es ist doch klar, dass man als Athlet zunächst die Messverfahren anzweifelt, das ist legitim, das haben viele andere davor auch getan, die es nicht wahrhaben wollten (Herr Landis, nur als Beispiel); Autofahrern, die geblitzt wurden, wird ja auch empfohlen, die Genauigkeit des Blitzgeräts anzuzweifeln
unser Labor nimmt regelmäßig an externen Qualitätsicherungen teil, daher würde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, dass die Befunde, die wir rausgeben, korrekt sind
Fehler passieren überall, davor ist niemand geschützt, aber passieren diese Fehler immer nur, wenn berühmte Sportler getestet werden???
2. habe ich nicht Laborwerte bezweifelt, denn falls sie seltsam ausfallen, so gibt es dafür ja die B-Probe.
Vielmehr habe ich einen Restzweifel empfohlen, wenn nicht der Stoff nachgewiesen wird, der illegal eingenommen bzw. verabreicht wurde, sondern wenn Be- und Verurteilungen auf Indizien und Wahrscheinlichkeiten beruhen müssen.
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Re: Kein Abschluß...
du hast den Fall Pechstein angesprochen, ich habe meine Meinung (zu Frau Pechstein) gesagt - mir liegt es fern, dir zu unterstellen, dass du den Blickwinkel des Sportlers einnimmstmi67 hat geschrieben: 1. habe ich nicht den Blickwinkel des Sportlers eingenommen.
es steht jedem (in diesem Falle) Sportler frei, die Messverfahren im Allgemeinen und die Messwerte im Speziellen zu hinterfragen
Re: Kein Abschluß...
Aber EisschnellläuferInnen werden auch sehr viel weniger überprüft, als andere Sportler aus anderen -Arten. Es ist interessant, dass hier bei dieser Frau eine Genkrankheit angenommen wird, die nur bei Großereignissen in Erscheinung tritt, bzw. auftritt. So eine Krankheit wünscht sich jeder Sportler, der mit seiner Muskelkraft sein Geld verdient, denn so kann er genau und punktuell seine besten Möglichkeiten ausschöpfen.
Ich finde es erbärmlich, wie die Frau versucht, Ihre nicht nachzuweisenden Dopinggeschichten damit zu vertuschen. Aber solange dieses Mittelchen nicht nachzuweisen ist, muss dann halt der Indizienbeweis herangezogen werden. So eindeutig, wie hier die Indizien gegen diese Frau stehen, bleibt da meineserachtens keine andere Möglichkeit, als dieses Urteil zu sprechen. Ansonsten können die Sportler, die die anderen erfolgreich verarschen weiterhin ihr Unwesen treiben und wir glauben dann auch noch an diese Krankheitsmär
Ich finde es erbärmlich, wie die Frau versucht, Ihre nicht nachzuweisenden Dopinggeschichten damit zu vertuschen. Aber solange dieses Mittelchen nicht nachzuweisen ist, muss dann halt der Indizienbeweis herangezogen werden. So eindeutig, wie hier die Indizien gegen diese Frau stehen, bleibt da meineserachtens keine andere Möglichkeit, als dieses Urteil zu sprechen. Ansonsten können die Sportler, die die anderen erfolgreich verarschen weiterhin ihr Unwesen treiben und wir glauben dann auch noch an diese Krankheitsmär
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Re: Kein Abschluß...
Ja, sind die noch öfter zum Bluttest geladen, als 10x pro Saison?Floeri hat geschrieben:Aber EisschnellläuferInnen werden auch sehr viel weniger überprüft, als andere Sportler aus anderen -Arten.
Sicherlich bekannt, aber immer wieder gut:
http://www.n-tv.de/sport/Alle-Bodybuild ... 90034.html
http://www.timesonline.co.uk/tol/sport/ ... 321769.ece
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Re: Kein Abschluß...
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Re: Kein Abschluß...
Zum Fall Pechstein habe ich ich mir unter anderem die kompletten Diskussionen bei Jens Weinreich und im Tourforum durchgelesen, in denen auch Gassmann und Co. ihren Standpunkt artikulieren.
Danach präsentiert sich die Sache, wie meist, ziemlich unübersichtlich.
Danach präsentiert sich die Sache, wie meist, ziemlich unübersichtlich.
Reißbrett 2016
"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)
"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
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Re: Kein Abschluß...
Sie präsentiert sich ebenso unübersichtlich, wenn man sich zusätzlich noch die divergierenden Meinungen deutscher Lehrstuhlinhaber Hämatologischer Institute reinzieht.peso hat geschrieben:Danach präsentiert sich die Sache, wie meist, ziemlich unübersichtlich.
Wie halt fast immer bei Indizien: neben den belastenden Indizien gibt es auch entlastende. An den Gerichten liegt es dann, ohne eigenes Fachwissen die "Beweiskraft" dieser be- und entlastenden Indizien einschätzen und würdigen zu sollen. Das ganze dann auch noch unter einem enormen Druck verschiedenster Interessenvertreter, der Öffentlichkeit und der Medien. Wie bei diesem Pot Belge am Ende noch ein klares Wässerlein als Urteilsspruch entstehen soll, dürfte die Destillationsleistung der Sportgerichte auf eine harte Probe stellen.
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Re: Kein Abschluß...
Ich muß ganz ehrlich zugeben, daß sich die Diskussion vor allem bei Weinreich mitunter auf einem fachlichen Niveau bewegt, dem ich schlicht nicht folgen kann bzw. auf dem ich die Argumente kaum noch auf ihre Plausibilität hin einschätzen kann. Mich hat, nur als Beispiel, ziemlich überzeugt, daß die Abweichungen bei der Bestimmung der Retikulozyten zwischen den Geräten desselben Herstellers so groß sein können, daß, legt man das Spektrum dieser Abweichung nur zugunsten von Frau Pechstein aus, sich ihre Werte gerade noch so im Normalkorridor bewegen.mi67 hat geschrieben:An den Gerichten liegt es dann, ohne eigenes Fachwissen die "Beweiskraft" dieser be- und entlastenden Indizien einschätzen und würdigen zu sollen.
Allerdings habe ich auch den Eindruck, daß Frau Pechstein mit beauftragten / befreundeten "Experten" in den diversen Internetforen das Meinungspendel ganz gezielt in ihren Richtung ausschlagen läßt...oder es zumindest versucht.
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